4. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: SCHLACHTUNG, news  

Eine unangenehme Kälte und die Dunkelheit eines frühen Wintermorgens erwarten uns, als wir das Haus verlassen. Es ist der 28. Jänner 2010 und wir sind auf dem Weg zu X15 um seinen letzten Gang – zur Schlachtbank – zu dokumentieren. Mit einem mulmigen Gefühl in der Bauchgegend gehen wir zum Auto und fahren los. Dunstiger Nebel liegt über den Straßen. Die Schweinemast, in der X15 auf Vollspaltenboden und ohne Auslauf lebt, ist ein gutes Stück entfernt.

X15 ist einer von zwei Schweinebrüdern, die wir nun seit ihrer Geburt im Juni 2009 beobachten. Mit Fotos und Videos haben wir ihr Leben dokumentiert. Zwei Leben, die unterschiedlicher fast nicht sein könnten. X11, der mittlerweile Jackpot heißt, hatte nur die ersten drei Wochen ein Leben, wie es für Mastschweine üblich ist: Vollspaltenboden, kein Zugang zum Freien, kein Stroh, niemals wühlen oder im Schlamm baden. Nach drei Wochen wurde Jackpot auf einen Gnadenhof gebracht, und lebt dort bis heute ein glückliches Leben; er hat alles, was einem Schwein auf Grund seiner Natur zustehen sollte. Weiterlesen…

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    1. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: SCHLACHTUNG  

Die Bilder in diesem Video sind weder schön, noch angenehm. Es ist eine Schweineschlachtung. 100 Prozent legal – 100 Prozent “normal”. Täglich werden unzählige Schweine weltweit auf diese oder noch grausamere Art und Weise getötet.

Es handelt sich bei diesem Schwein um X15, dem Schwein, das in der Kampagne “pig vision” sieben Monate lang mit der Kamera begleitet und dokumentiert wurde.

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    31. Jan 2010  •  Robert Kresse  •  Kategorie: SCHLACHTUNG  

Der letzte Gang von X15 war der Gang zur Schlachtbank. Geübte Hände töten und zerlegen das, was einmal sein Körper war. Und das nur, weil Menschen gerne Fleisch essen. Gewohnheit? Notwendigkeit? Oder doch änderbar? Sag du es uns.

Ankunft im Schlachthaus

Ankunft im Schlachthaus

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    18. Jan 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: MAST  

X15, das Mastschwein, das wir seit seiner Geburt mit Foto- und Videokamera dokumentieren, erreicht bald seine 120 Kilogramm. Dieses Gewicht ist für mehr als 3 Millionen Mastschweine in Österreich jedes Jahr das Todesurteil. Denn rund 120 Kilogramm sind das übliche Schlachtgewicht, bei dem Schweine getötet werden, um Fleisch, Speck, Schinken und Wurst aus ihnen zu machen.

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    30. Okt 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: interviews  

Dies ist meine zugegebenermaßen sehr verkürzte Lehre aus dem Interview, dass ich mit Prof. Johannes Baumgartner geführt habe. Er gilt als einer der absoluten Experten im Bereich Schweinehaltung. Prof. Baumgartner ist Leiter der Arbeitsgruppe zum Thema Schweine des Instituts für Tierhaltung und Tierschutz an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Er erklärt in diesem Interview, was die Wissenschaft zur heute üblichen Form der kommerziellen Schweinehaltung sagt. Es werden die Themen Vollspaltenboden, Haltung von Sauen im Kastenstand und weitere Aspekte der Zucht und Mast von Schweinen beleuchtet.

In einem zweiten Video geht er sehr ausführlich auf die Frage nach den Schmerzen ein, die Ferkel durch die heute in allen Bereichen angewandte betäubungslose Kastration erleiden.

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    21. Jul 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Comic über die Tatsache, dass in den meisten Betrieben Zähne abgeschliffen, Schwänze gekürzt und ohne Betäubung kastriert wird

Comic über die Tatsache, dass in den meisten Betrieben Zähne abgeschliffen, Schwänze gekürzt und ohne Betäubung kastriert wird

Ein Comic von Nina Georgiev

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    5. Jul 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Die männlichen Ferkel sind wenige Tage alt, wenn sie von den Schweinezüchtern einer nach dem anderen eingefangen werden. Sie versuchen davon zu laufen, werden aber von flinken, routinierten Menschenhänden schnell erwischt. Das sie zu diesem Zeitpunkt aus Angst um Hilfe schreien, hilft Ihnen in der industriellen Tierhaltung wenig.

Eine Person hält nun das Ferkel fest, damit es sich nicht wehren kann. Es bekommt schier Panik, als es auf den Rücken gedreht wird – eine absolut unnatürliche Position für Schweine. Doch all das Schreien hilft nichts. Der Kopf wird vom Handlanger unter die Achsel geklemmt, die Beine festgehalten und nach oben gestreckt. Dadurch ist der Unterleib des Ferkels frei und ungeschützt.

Muttersau, die ihren Kindern nicht helfen kann

Muttersau, die ihren Kindern nicht helfen kann

Diese ganze Prozedur erlebt die Mutter unmittelbar mit, hört die panischen Schmerzensschreie ihrer Kinder, möchte ihnen zu Hilfe kommen; allein, ein Käfig aus blankem Stahl fesselt sie an den Boden. Sie ist fixiert. Kann sich nicht umdrehen. Sieht deswegen oft auch nicht, was mit ihren Kindern gerade geschieht. Sie hat Angst. Ihr Maul schäumt. Die Augen vor Panik geweitet. Doch sie kann ihren Kindern nicht helfen.

Eine zweite Person schneidet nun mit einem Skalpell – ohne jede Betäubung – den Körper des Ferkels auf und presst die Hoden heraus. Diese werden abgeschnitten und die Wunde desinfiziert. Das Ferkel wird zurück gesetzt in die oft aus kaltem Vollspaltenboden oder blankem Beton bestehende Bucht.

Und schon folgt das Nächste. Massenabfertigung in der Massenproduktion. Routine – schnelle Schnitte – nur damit das Schweinefleisch nicht nach Eber schmeckt.

Ein Ferkel wird kastriert

Ein Ferkel wird kastriert

250.000 mal am Tag geschieht das allein in der EU. Rein rechnerisch werden also jede Sekunde drei Ferkel ohne Betäubung aufgeschnitten und kastriert. Rund um die Uhr. Der wissenschaftliche Ausschuss der EU-Kommission zu Tiergesundheit und Tierschutz hat bereits 2004 in einem Bericht festgestellt, dass dies für die betroffenen Ferkel erhebliche Schmerzen während der Kastration bedeutet. Dem aber nicht genug, leiden die Ferkel noch längere Zeit an den Folgen des schmerzhaften Eingriffs. Daher ist diese Form der Verstümmlung selbst unter Politiker/innen stark umstritten.

Nicht nur durch die Kastration werden auf diese Weise pro Jahr über 91 Millionen männliche Ferkel in der EU „behandelt“. In den meisten Betrieben zählt das Abschleifen der Zähne beider Geschlechter genauso zum Standardprogramm, wie das Abschneiden des Schwanzes der Baby-Ferkel. Beides extrem schmerzhafte, traumatisierende Eingriffe. Alles laut Tiernutzungsindustrie „zum Wohle der Schweine“  Wie blanker Hohn klingt diese Beschönigung, steht es doch unter Expert/innen längst fest, dass gegenseitiges Verletzen der Schweine nur durch den Stress enger, unzulänglicher Haltungsbedingungen hervorgerufen wird.

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    1. Jul 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Am Vormittag des 30. Juni 2009 wurde X15, dass Ferkel, das wir ein Schweine-Leben lang begleiten werden, kastriert. Ohne Betäubung, was leider üblich ist.

In der Europäischen Union werden täglich 250.000 Ferkel kastriert. In fast allen Fällen ohne jede Betäubung! Die Kastration fügt den Schweinen nicht nur schwere akute, sondern auch langfristige Schmerzen zu. Der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz der EU-Kommission teilt diese Ansicht.

In Norwegen ist die Kastration komplett verboten. In den Niederlanden und ab 2010 in der Schweiz, ist die Kastration nur noch unter Betäubung erlaubt.

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