8. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: news  

Das Projekt pig-vision hat sieben Monate lang das Leben von zwei Schweinen beobachtet. Zwei Brüder, deren Leben unterschiedlicher nicht hätte verlaufen können. Wenn Du noch nicht weißt, worum es in diesem Projekt eigentlich genau ging, wird Dir dieser Artikel weiterhelfen können.

In dieser Video-Gegenüberstellung möchten wir Euch nun am Ende des Projekts nochmals rückwirkend einen Überblick über das Leben der beobachteten Schweine geben. Dazu zeigen wir hier mit einem kleinen Teil der entstandenen Videos die wichtigsten Stationen im Leben der beiden.

X15 – Das Schwein in der Mast Jackpot (X11) – Der Gerettete
26. Juni 2009: Die Geburt der beiden Ferkel (und ihrer Geschwister)
27. Juni 2009: Die beiden Ferkel sind wenige Stunden alt
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    16. Okt 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: news  

Wir ÖsterreicherInnen haben Schweine zum Fressen gern. Wortwörtlich. Denn wir essen jedes Jahr rund 5,3 Millionen von ihnen auf. Damit ist Schweinefleisch mit rund 63 Prozent des Gesamtfleischverzehrs die unangefochtene Nummer Eins des österreichischen Geschmacks. Doch bis das Fleisch auf dem Teller liegt, sind einige Schritte nötig, die immer mehr Menschen die Lust auf den Sonntagsbraten gehörig vergehen lassen.

Etwas mehr als 3 Millionen Schweine leben ständig in Österreich. Die Schweineindustrie ist stark auf Ober- und Niederösterreich, sowie die Steiermark konzentriert. In diesen drei Bundesländern werden über 90 Prozent der österreichischen Schweine gehalten. Allein in Oberösterreich leben mit rund 1,2 Millionen Individuen fast so viele Schweine wie Menschen. Warum begegnen wir aber so gut wie nie einem von ihnen?

Schweinemast in Österreich

Schweinemast in Österreich

Vielleicht, weil fast alle Schweine in Hallen gehalten werden, in denen sich nur die Allerwenigsten frei bewegen können. Den freien Himmel sehen die Schweine in Österreich nur, wenn ein Tiertransport ansteht. Und davon gibt es einige, denn immer mehr Betriebe spezialisieren sich. So gibt es Betriebe ausschließlich für die „Ferkelerzeugung“, andere Betriebe für die Aufzucht der Ferkel und wieder andere für die Mast. Ein Schwein, das dieses „moderne“ System durchläuft, wird also zwischen Geburt und Schlachtung drei Mal transportiert. Durch diese vielen Transporte erhöht sich zusätzlich der Einsatz von Medikamenten, denn das Risiko von Krankheitsübertragungen steigt mit jedem Stallwechsel.

Der erste Schritt, der nötig ist um ein Schweineschnitzel herzustellen, ist das Schwängern der Schweinemutter. Dies macht schon lange kein Eber mehr, denn sein Sperma wird verdünnt und in viele Einzelportionen aufgeteilt. Damit kann dann der Züchter mehrere Muttersauen schwängern. Die Zeit der darauf folgenden 16,5-wöchigen Schwangerschaft verbringen die meisten Sauen in sogenannten „Kastenständen“. Diese Metallkäfige sind so eng, dass sich die Sau nicht einmal umdrehen kann. Sie wird Schwangerschaft für Schwangerschaft auf diese Weise eingesperrt. In natürlichen Verhältnissen beginnt die Sau ein bis zwei Tage vor der Geburt aus Gras, ?sten, Wurzeln und Blättern ein Nest zu bauen. In industrieller Haltung aber werden die Tiere wenige Tage vor der Geburt in spezielle Buchten gebracht, in denen sie wieder in einen Metallkäfig gesperrt werden. Sie können sich weder vernünftig hinlegen, noch ihren starken Trieb zum Nestbau ausleben. In diesem Käfig bleiben die Sauen eingepfercht, bis die Ferkel im Alter von drei bis vier Wochen von ihnen getrennt werden. Wenige Tage nach der Trennung werden die Muttersauen erneut geschwängert – und ihr Leidensweg beginnt von vorne.

Bevor die Ferkel aber von der Mutter getrennt werden, haben diese schon einen schlimmen Tag hinter sich. Irgendwann im Laufe der ersten sieben Lebenstage werden die Ferkel nämlich verstümmelt. Meist völlig ohne Betäubung. Ihnen werden in den meisten Betrieben – obwohl das illegal ist – die Hälfte der Schwänze routinemäßig abgeschnitten und die Eckzähne abgeschliffen. Beides soll den Hang zum gegenseitigen Beißen senken. Obwohl wissenschaftlich außer Frage steht, dass sich Tiere mit ausreichend Platz und Beschäftigungsmaterial gegenseitig nicht verletzen, greift die Schweineindustrie lieber zu Zange und Schleifgerät – und steckt lieber viele Tiere ohne Beschäftigungsmaterial in ihre Ställe.

Die männlichen Ferkel werden zusätzlich noch kastriert. Dies geschieht ohne Betäubung. Der Körper der kleinen Schweine werden dazu mit einem

Ein Ferkel wird kastriert

Ein Ferkel wird kastriert

Skalpell aufgeschnitten, der Hoden herausgezogen und mit einer Zange abgezwickt. Der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz hat der EU-Kommission schon im Jahr 2004 mitgeteilt, dass dieser brutale Eingriff den Ferkeln nicht nur schwere akute, sondern auch langfristige Schmerzen zufügt.

Haben die Ferkel die ersten Wochen hinter sich gebracht, werden sie in die Mast gebracht. Dort besteht ihr trostloser Alltag nur noch aus monotonem essen, trinken und schlafen – um möglichst viel an Gewicht zuzulegen. Die meisten Mastschweine werden dabei in Ställen gehalten, in denen sie ihren grundlegendsten Bedürfnissen nicht nachkommen können. Die Ställe sind überfüllt und schmutzig. Die Tiere werden auf blanken Betonböden oder auf Vollspaltenböden ohne Stroh oder anderes natürliches Bodenmaterial gehalten. In diesen Kargen Ställen ist es nur eine Frage der Zeit, dass sich die von Natur aus sehr neugierigen und aktiven Schweine etwas suchen, mit dem sie spielen können. Und früher oder später entdecken die Schweine so das Schwänzchen oder die Ohren der anderen Schweine. Sie beginnen daran zu knabbern und kauen – und beißen sie schließlich ab.

Im Alter von rund sieben Monaten werden die Schweine dann zum Schlachthof transportiert. Ihr Leben endet genauso industrialisiert und würdelos, wie es bisher war. In immer stärker automatisierten Schlachtbetrieben werden die Tiere wie Gegenstände behandelt. Mit Strom oder Gas betäubt werden die jungen Tiere aufgeschnitten um auszubluten. Das Töten läuft im Akkord und so bleibt auch keine Zeit, die Wirksamkeit der Betäubung zu prüfen oder auf besondere Hygiene zu achten. Das Leben eines Einzelindividuums wird weggeworfen, so wie sieben Monate lang davor fast alle seiner Bedürfnisse.

Dieses Töten und das Vorenthalten vieler Bedürfnisse sind wichtige Gründe, warum aus rein ethischer Sicht auch Schweinefleisch aus vermeintlich besserer Haltung, wie Bio-Schweinefleisch oder das Fleisch von Freilandschweinen, nicht akzeptabel ist. Da der Mensch gut ohne Fleisch leben kann, ja der Verzehr von Schweinefleisch laut Studien auf Dauer eher ungesund ist, gibt es keine Notwendigkeit für uns, Fleisch zu essen. Die Schweine, welche gut zehn Jahre alt werden können, haben eigene Interessen. Ließen wir sie, würden die Schweine in Familienverbänden leben, interessante Gerüche in Wiesen erschnuppern, ?cker nach Essbarem durchwühlen, sich in Schlammlöchern suhlen und vor allem eines – nicht sterben wollen.

Viele KonsumentInnen machen sich anscheinend über all das wenig Gedanken. Und selbst die, die hinterfragen und mehr Informationen möchten, haben normalerweise keinen Zutritt zu Schweinezucht- oder –mastbetrieben. Des weiteren zeichnen sich Schlachthöfe auch nicht gerade durch ihre offen stehenden Türen aus. Um nun aber allen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Bild zu machen, wie denn die beiden Alternativen „Tiernutzung“ und „Einfach leben“ aussehen, hat UNITED CREATURES ein Projekt gestartet. Auf www.pig-vision.com finden alle Interessierten eine Internetseite, die das Leben von zwei Schweinen in Echtzeit verfolgt.

Jackpot lebt in Sicherheit auf einem Gnadenhof

Jackpot lebt in Sicherheit auf einem Gnadenhof

Seit Anfang Juli wird dort mittels Videos und Fotos ein Schwein namens X15 in industrieller Tierhaltung begleitet. Auf die Welt gekommen, in einem durchschnittlichen Schweinebetrieb in Österreich. Man sieht auf der Internetseite seine Geburt, seine betäubungslose Kastration und den Alltag in so einer Anlage: essen, trinken, schlafen. Momentan befindet sich X15 in der Mast und nimmt an Gewicht zu. Im Februar 2010 steht seine Schlachtung an.

Gleichzeitig verfolgt das Projekt pig-vision auch das Leben von X15’s Bruder „Jackpot“, der nach der Trennung von der Mutter direkt auf einen Gnadenhof gebracht wurde, anstatt in der Ferkelaufzucht zu verbleiben. Ihm bleibt im „Tierparadies Schabenreith“ das Leiden und Sterben für die Fleischproduktion erspart. Und mehr noch: auf den Wiesen und Koppeln des Tierparadieses kann er sich suhlen, die Umgebung erkunden und im Gras schnüffeln und wühlen.

All diese Videos und Fotos, eignen sich gut dafür, von VeganerInnen und TierrechtlerInnen an Familie, FreundInnen und Bekannte per Mail oder Facebook verschickt zu werden. Die Bilder von X15 zeigen nämlich keine Ausnahmen oder Extremsituationen; ein Vorwurf, der häufig einzelnen Bildern in Tierschutzkampagnen gemacht wird. Die einzige Ausnahme, die nichts mit der Realität eines üblichen Schweinelebens in Österreich zu tun hat, sind die Bilder von Schweinchen Jackpot auf dem Gnadenhof.

Dieser Artikel erscheint parallel im Magazin vegan.at der Veganen Gesellschaft Österreich. Über info@vegan.at können sich Interessierte bis zum Sonntag, den 18. Oktober ein Gratisexemplar zusenden lassen.

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    3. Sep 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: AUFZUCHT  

Noch sind X15 und seine Geschwister (außer Jackpot) in der Ferkelaufzucht – aber schon in einer Woche werden sie umziehen – oder “umgesetzt”, wie die Branche das nennt. Bis dahin sieht das Leben der Schweine dort so aus:

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    2. Sep 2009  •  Robert Kresse  •  Kategorie: LEBEN  

Jackpot wurde zum ersten Mal zu den anderen großen Schweinen auf Schabenreith gelassen. Wie er sich anfreundet kannst Du dir hier anschauen. Alle weiteren Bilder dieser Reihe gibt es wie immer auf Flickr.

Wer kommt denn da?

Wer kommt denn da?

Herzlich Willkommen Jackpot

Herzlich Willkommen Jackpot

Umarmung

Herzlich Willkommen Jackpot

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    28. Aug 2009  •  Robert Kresse  •  Kategorie: LEBEN  

Wie man sieht, scheint es Ferkel Jackpot sehr gut zu schmecken. Wir haben ihn beim Fressen erwischt. Das Futter ist aber auch lecker. Ganz was anderes als in der Massentierhaltung, wo sein Bruder X15 im Moment ist.

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    25. Aug 2009  •  Robert Kresse  •  Kategorie: AUFZUCHT  

Wieder einmal haben wir X15 in der Ferkelaufzucht besucht. Wie man sieht ist er schon ein ganzes Stück größer geworden. Weitere Bilder findest Du im dazugehörigen Album auf Flickr.

Mein Halsband ist weg

Mein Halsband ist weg

Durch die Gitter betrachtet

Durch die Gitter betrachtet

X15 ist ein Draufgänger

X15 ist ein Draufgänger

Vernetze dich mit unserem Account auf Flickr und bekomme als Erster mit, wenn es neue Fotos gibt. Werde ein Kontakt von pig-vision.

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    24. Aug 2009  •  Robert Kresse  •  Kategorie: interviews  

Wir von Pig-Vision haben uns mit  PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. zusammen gesetzt um deren Meinung zum Thema betäubungslose Kastration bei Ferkeln zu hören.

Pig-Vision: PROVIEH hatte vor Kurzem einen großen Erfolg bezüglich McDonalds und BurgerKing erreicht. Um was genau ging es da – und welche Konsequenzen hat das?

PROVIEH: “McDonalds und Burger King sind von uns informiert worden, dass wir eine öffentliche Kampagne starten werden, sollten sie sich nicht zur verbindlichen Bekanntgabe eines Termins zum Ausstieg aus der Verwendung von Kastratenfleisch (Börgefleisch) entschließen. Die Unternehmen meinten, diese Ankündigung nicht ernst nehmen zu müssen. So führten wir im Juni 2009 eine Kampagne mit Radiospots und mit Briefen an die beiden Unternehmen durch mit dem Erfolg, dass sie noch im Juli 2009 für den 1.1.2011 den Ausstieg vom “Kastratenburger” (eine Wortschöpfung unseres Gechäftsführers Stefan Johnigk) erklärten. Die Kampagne zielte auf beide Unternehmen ab, weil sie nur wenig Schweinefleisch für ihre Produkte verbrauchen und deshalb schnell Fleisch von Betrieben beziehen können, die nicht mehr kastrieren. Der angestrebte Verzicht auf die Ferkelkastration ist gut nicht nur für den Tierschutz, sondern auch für die Schweinewirtschaft, denn Eberfleisch ist nach eigener Verkostung lecker, die Kosten für die Mast sind niedriger, weil die Eber bessere Futterverwerter als die Kastraten sind, und Eber bilden mehr Muskelfleisch und weniger Fett aus als die Kastraten. Die Kastration wurde bisher mit Mythen begründet, die bei genauer Hinsicht entkräftet werden können. Zu den Mythen gehört, dass sich Eber dauernd zanken würden. Das stimmt nicht. Eber fechten ihre Rangordnung aus, und wenn sie in der Gruppe anerkannt ist, gibt es keine weiteren Kämpfe. Sie treten allenfalls dann wieder auf, wenn Eber verschiedener Gruppen willkürlich zu neuen Gruppen zusammengesetzt werden.”

Pig-Vision: Welche Kritik hat PROVIEH genau an der betäubungslosen Kastration?

PROVIEH: “PROVIEH kritisiert nicht nur die betäubungslose Kastration, sondern auch die Kastration unter Betäubung. Die Kastration führt in jedem Fall zu Schmerzen und tagelanger Apathie, und durch die Kastrationswunde können Krankheitserreger in die Ferkel eindringen und diese töten. Durch Kastration werden also wirtschaftliche Verluste verursacht. Die Kastration kann von erfahrenen Kastrieren fachmännisch und schnell durchgeführt werden, aber es gibt Belege, dass die Kastration durch ungeübte Kastrierer stümperhaft sein kann und die Lage für die Ferkel nur verschlimmert. Stümper der Kastration wird es immer geben.”

Pig-Vision: “Gibt es weitere Kritikpunkte an der üblichen Schweinemast?”

PROVIEH: “Weitere Kritikpunkte an der Schweinemast ergeben sich aus der lieblosen Massenmast unter industriellen Bedingungen. Leiden am Körper und Verhaltensstörungen sind praktisch zwangsläufig die Folgen. Schweine sind intelligent, man muss ihnen ein Minimum Zuwendung und an Möglichkeiten bieten, ihre Intelligenz auch auszuleben. Fehlt das Angebot, kommt es zu Verhaltensstörungen wie der Verstümmelung des Schwanzes von Artgenossen. Deshalb wird den Ferkeln der Schwanz teilweise abgeschnitten. Auch diese Verstümmelung kann fachmännisch sauber oder stümperhaft durchgeführt werden. Stümperhaft ist die Verstümmelung, wenn nicht nur der knochenlose Teil vom Schwanz abgeschnitten wird, sondern auch ein körpernaher Teil des Schwanzes, der die Schwanz-Wirbelsäule enthält. PROVIEH setzt sich dafür ein, dass auch das Abschneiden eines wie immer gearteten Schwanzabschnitts aufhört. Diese Forderung ist erfüllbar, weil Schweine sich kaum Verletzungen am Schwanz zufügen, wenn sie über genug Zuwendung vom Menschen und über genug Beschäftigungsmöglichkeiten verfügen.”

Pig-Vision: “Wie sieht die ideale Schweinehaltung für PROVIEH aus?”

PROVIEH:  “Die ideale Schweinehaltung sieht für PROVIEH möglichst artgerecht aus. Die Schweine müssen in der Lage sein, wichtige Teile ihres Beschäftigungsbedürfnisses zu befriedigen. Werden die Schweine in Gruppen gehalten, die sich seit dem frühesten Ferkelalter kennen, wird die Rangordnung schon im Ferkelalter festgelegt, und es kommt zu keinen größeren Streitereien oder zu gegenseitigen Verstümmelungen. Die artgerechte Haltung muss auch liebevoll genug sein. Das ist in industriellen Massenhaltungen, in denen so wenige Menschen wie möglich angestellt werden, nicht möglich. Zur idealen Schweinehaltung gehört also auch, dass die Gruppengrößen für die Betreuer übersichtlich sind.”

Pig-Vision: “Vielen Dank für das Interview und auch weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!”

Befragt wurden bei PROVIEH: Prof. Dr. Sievert Lorenzen und Stefan Johnigk
Das Interview wurde geführt von: Michael Hartl und Robert Kresse

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    15. Aug 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: interviews  

Mahi Klosterhalfen berichtet über schwere Tierquälerei bei der Prignitzer Landschwein GmbH und äußert sich darüber hinaus zur Schweinehaltung generell.

[Quelle Kastrationsbilder: http://www.tierschutzvideos.de]

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    14. Aug 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: news  

Am Dienstag, den 11. August 2009 haben wir von YouTube eine Email erhalten, in der zu lesen war, dass unser Video, das die betäubungslose Kastration von Ferkeln zeigt von nun an deaktiviert ist, weil es gegen die Community-Richtlinien auf Youtube verstoßen soll. Die einzige Richtlinie, die zur Sperrung des Videos geführt haben könnte ist folgende:

Don’t post videos showing bad stuff like animal abuse, drug abuse, under-age drinking and smoking, or bomb making.

Auf der einen Seite sind wir natürlich erfreut, dass YouTube unsere Meinung teilt, dass die gezeigten Zustände in unserem Video Tierquälerei seien. Auf der anderen Seite ist es in Deutschland, Österreich und in den USA erlaubt, dass Ferkel in den ersten Lebenstagen ohne Betäubung kastriert werden dürfen. Wir zeigen in unserem Video also nur eine absolut legale Handlung, die bei der Aufzucht von Ferkeln in der Schweinemast zur Anwendung kommt.

Wir haben nun versucht direkt mit Google (YouTube ist ein Google-Unternehmen) per Telefon in Kontakt zu treten und um die Entsperrung unseres Videos zu bitten. Viele teure Telefongespräche in die USA und nach Deutschland blieben erfolglos, weil wir es nur mit automatisierten Telefonansagen zu tun hatten.

Für uns hat es einen sehr faden Beigeschmack, wenn absolut legale Szenen gesperrt werden.

Wir brauchen deine Hilfe!

Da wir so nicht weiterkommen, brauchen wir deine Hilfe. Wenn du Leute kennst, die sich mit der Aufhebung von gesperrten Videos auf YouTube auskennen, dann gib uns doch bitte Bescheid! Wenn du Anmerkungen oder Vorschläge hast, dann schreib sie uns per Twitter, auf Facebook oder hier direkt als Kommentar.

Sollte es Neugikeiten geben, wirst du es hier als erster erfahren. Wir halten dich auf dem Laufenden.

Hier das bei YouTube gesperrte Video:

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    7. Aug 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: AUFZUCHT  

X15 lebt nun mit seinen Geschwistern in der Ferkelaufzucht. Heute gibt es für Euch wieder neue Bilder von seinem dortigen Leben.

Weitere Bilder findest du im dazugehörigen Album auf Flickr.

Viel Spannendes gibt es nicht zu erleben. Ferkel X15 legt sich deswegen teilnahmslos hin.

Viel Spannendes gibt es nicht zu erleben. Ferkel X15 legt sich deswegen teilnahmslos hin.

X15 ist wie alle anderen Schweine auch, sehr geruchsempfindlich und hält sich natürlicherweise nicht in der Nähe seines eigenen Kots und Urins auf.

X15 ist wie alle anderen Schweine auch, sehr geruchsempfindlich und hält sich natürlicherweise nicht in der Nähe seines eigenen Kots und Urins auf.

Wenn keine Mutter zum Kuscheln da ist, dann kuschelt man eben unter Geschwistern.

Wenn keine Mutter zum Kuscheln da ist, dann kuschelt man eben unter Geschwistern.

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