26. Jan 2010  •  Manfred Haberer  •  Kategorie: MAST  

Zu den häufigsten Erregern, die bei Schweinen zu einer Lungenerkrankung führen, gehört Actinobacillus pleuropneumonie (APP). Dieser Erreger ist weltweit verbreitet und kommt vor allem in Ländern mit intensiver Schweinehaltung vor.

APP wird über den Luftweg übertragen sowie durch direkten Kontakt. Die Ansteckung von Tier zu Tier erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Begünstigt wird diese Übertragung durch Aufstallungen mit Gitterwänden, Wechselbuchten und Kotgängen oder durch häufiges Verstellen der Tiere während der Mastperiode.

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    30. Okt 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: interviews  

Dies ist meine zugegebenermaßen sehr verkürzte Lehre aus dem Interview, dass ich mit Prof. Johannes Baumgartner geführt habe. Er gilt als einer der absoluten Experten im Bereich Schweinehaltung. Prof. Baumgartner ist Leiter der Arbeitsgruppe zum Thema Schweine des Instituts für Tierhaltung und Tierschutz an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Er erklärt in diesem Interview, was die Wissenschaft zur heute üblichen Form der kommerziellen Schweinehaltung sagt. Es werden die Themen Vollspaltenboden, Haltung von Sauen im Kastenstand und weitere Aspekte der Zucht und Mast von Schweinen beleuchtet.

In einem zweiten Video geht er sehr ausführlich auf die Frage nach den Schmerzen ein, die Ferkel durch die heute in allen Bereichen angewandte betäubungslose Kastration erleiden.

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    22. Okt 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: AUFZUCHT, GEBURT, Kastration, LEBEN, MAST  

Für alle, die jetzt erst das Projekt entdeckt haben und einen Überblick wollen und für alle, die ein Video zum Weiterleiten und empfehlen suchen, wird jetzt in diesem kurzen Video die Kampagne pig-vision von United Creatures vorgestellt. Ursprünglich für ein Tierschutz-Event der Grünen erstellt, soll mit diesem Kurzfilm ein erster Einblick in das Leben der Schweine in Österreich gegeben werden.

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    16. Okt 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: news  

Wir ÖsterreicherInnen haben Schweine zum Fressen gern. Wortwörtlich. Denn wir essen jedes Jahr rund 5,3 Millionen von ihnen auf. Damit ist Schweinefleisch mit rund 63 Prozent des Gesamtfleischverzehrs die unangefochtene Nummer Eins des österreichischen Geschmacks. Doch bis das Fleisch auf dem Teller liegt, sind einige Schritte nötig, die immer mehr Menschen die Lust auf den Sonntagsbraten gehörig vergehen lassen.

Etwas mehr als 3 Millionen Schweine leben ständig in Österreich. Die Schweineindustrie ist stark auf Ober- und Niederösterreich, sowie die Steiermark konzentriert. In diesen drei Bundesländern werden über 90 Prozent der österreichischen Schweine gehalten. Allein in Oberösterreich leben mit rund 1,2 Millionen Individuen fast so viele Schweine wie Menschen. Warum begegnen wir aber so gut wie nie einem von ihnen?

Schweinemast in Österreich

Schweinemast in Österreich

Vielleicht, weil fast alle Schweine in Hallen gehalten werden, in denen sich nur die Allerwenigsten frei bewegen können. Den freien Himmel sehen die Schweine in Österreich nur, wenn ein Tiertransport ansteht. Und davon gibt es einige, denn immer mehr Betriebe spezialisieren sich. So gibt es Betriebe ausschließlich für die „Ferkelerzeugung“, andere Betriebe für die Aufzucht der Ferkel und wieder andere für die Mast. Ein Schwein, das dieses „moderne“ System durchläuft, wird also zwischen Geburt und Schlachtung drei Mal transportiert. Durch diese vielen Transporte erhöht sich zusätzlich der Einsatz von Medikamenten, denn das Risiko von Krankheitsübertragungen steigt mit jedem Stallwechsel.

Der erste Schritt, der nötig ist um ein Schweineschnitzel herzustellen, ist das Schwängern der Schweinemutter. Dies macht schon lange kein Eber mehr, denn sein Sperma wird verdünnt und in viele Einzelportionen aufgeteilt. Damit kann dann der Züchter mehrere Muttersauen schwängern. Die Zeit der darauf folgenden 16,5-wöchigen Schwangerschaft verbringen die meisten Sauen in sogenannten „Kastenständen“. Diese Metallkäfige sind so eng, dass sich die Sau nicht einmal umdrehen kann. Sie wird Schwangerschaft für Schwangerschaft auf diese Weise eingesperrt. In natürlichen Verhältnissen beginnt die Sau ein bis zwei Tage vor der Geburt aus Gras, ?sten, Wurzeln und Blättern ein Nest zu bauen. In industrieller Haltung aber werden die Tiere wenige Tage vor der Geburt in spezielle Buchten gebracht, in denen sie wieder in einen Metallkäfig gesperrt werden. Sie können sich weder vernünftig hinlegen, noch ihren starken Trieb zum Nestbau ausleben. In diesem Käfig bleiben die Sauen eingepfercht, bis die Ferkel im Alter von drei bis vier Wochen von ihnen getrennt werden. Wenige Tage nach der Trennung werden die Muttersauen erneut geschwängert – und ihr Leidensweg beginnt von vorne.

Bevor die Ferkel aber von der Mutter getrennt werden, haben diese schon einen schlimmen Tag hinter sich. Irgendwann im Laufe der ersten sieben Lebenstage werden die Ferkel nämlich verstümmelt. Meist völlig ohne Betäubung. Ihnen werden in den meisten Betrieben – obwohl das illegal ist – die Hälfte der Schwänze routinemäßig abgeschnitten und die Eckzähne abgeschliffen. Beides soll den Hang zum gegenseitigen Beißen senken. Obwohl wissenschaftlich außer Frage steht, dass sich Tiere mit ausreichend Platz und Beschäftigungsmaterial gegenseitig nicht verletzen, greift die Schweineindustrie lieber zu Zange und Schleifgerät – und steckt lieber viele Tiere ohne Beschäftigungsmaterial in ihre Ställe.

Die männlichen Ferkel werden zusätzlich noch kastriert. Dies geschieht ohne Betäubung. Der Körper der kleinen Schweine werden dazu mit einem

Ein Ferkel wird kastriert

Ein Ferkel wird kastriert

Skalpell aufgeschnitten, der Hoden herausgezogen und mit einer Zange abgezwickt. Der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz hat der EU-Kommission schon im Jahr 2004 mitgeteilt, dass dieser brutale Eingriff den Ferkeln nicht nur schwere akute, sondern auch langfristige Schmerzen zufügt.

Haben die Ferkel die ersten Wochen hinter sich gebracht, werden sie in die Mast gebracht. Dort besteht ihr trostloser Alltag nur noch aus monotonem essen, trinken und schlafen – um möglichst viel an Gewicht zuzulegen. Die meisten Mastschweine werden dabei in Ställen gehalten, in denen sie ihren grundlegendsten Bedürfnissen nicht nachkommen können. Die Ställe sind überfüllt und schmutzig. Die Tiere werden auf blanken Betonböden oder auf Vollspaltenböden ohne Stroh oder anderes natürliches Bodenmaterial gehalten. In diesen Kargen Ställen ist es nur eine Frage der Zeit, dass sich die von Natur aus sehr neugierigen und aktiven Schweine etwas suchen, mit dem sie spielen können. Und früher oder später entdecken die Schweine so das Schwänzchen oder die Ohren der anderen Schweine. Sie beginnen daran zu knabbern und kauen – und beißen sie schließlich ab.

Im Alter von rund sieben Monaten werden die Schweine dann zum Schlachthof transportiert. Ihr Leben endet genauso industrialisiert und würdelos, wie es bisher war. In immer stärker automatisierten Schlachtbetrieben werden die Tiere wie Gegenstände behandelt. Mit Strom oder Gas betäubt werden die jungen Tiere aufgeschnitten um auszubluten. Das Töten läuft im Akkord und so bleibt auch keine Zeit, die Wirksamkeit der Betäubung zu prüfen oder auf besondere Hygiene zu achten. Das Leben eines Einzelindividuums wird weggeworfen, so wie sieben Monate lang davor fast alle seiner Bedürfnisse.

Dieses Töten und das Vorenthalten vieler Bedürfnisse sind wichtige Gründe, warum aus rein ethischer Sicht auch Schweinefleisch aus vermeintlich besserer Haltung, wie Bio-Schweinefleisch oder das Fleisch von Freilandschweinen, nicht akzeptabel ist. Da der Mensch gut ohne Fleisch leben kann, ja der Verzehr von Schweinefleisch laut Studien auf Dauer eher ungesund ist, gibt es keine Notwendigkeit für uns, Fleisch zu essen. Die Schweine, welche gut zehn Jahre alt werden können, haben eigene Interessen. Ließen wir sie, würden die Schweine in Familienverbänden leben, interessante Gerüche in Wiesen erschnuppern, ?cker nach Essbarem durchwühlen, sich in Schlammlöchern suhlen und vor allem eines – nicht sterben wollen.

Viele KonsumentInnen machen sich anscheinend über all das wenig Gedanken. Und selbst die, die hinterfragen und mehr Informationen möchten, haben normalerweise keinen Zutritt zu Schweinezucht- oder –mastbetrieben. Des weiteren zeichnen sich Schlachthöfe auch nicht gerade durch ihre offen stehenden Türen aus. Um nun aber allen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Bild zu machen, wie denn die beiden Alternativen „Tiernutzung“ und „Einfach leben“ aussehen, hat UNITED CREATURES ein Projekt gestartet. Auf www.pig-vision.com finden alle Interessierten eine Internetseite, die das Leben von zwei Schweinen in Echtzeit verfolgt.

Jackpot lebt in Sicherheit auf einem Gnadenhof

Jackpot lebt in Sicherheit auf einem Gnadenhof

Seit Anfang Juli wird dort mittels Videos und Fotos ein Schwein namens X15 in industrieller Tierhaltung begleitet. Auf die Welt gekommen, in einem durchschnittlichen Schweinebetrieb in Österreich. Man sieht auf der Internetseite seine Geburt, seine betäubungslose Kastration und den Alltag in so einer Anlage: essen, trinken, schlafen. Momentan befindet sich X15 in der Mast und nimmt an Gewicht zu. Im Februar 2010 steht seine Schlachtung an.

Gleichzeitig verfolgt das Projekt pig-vision auch das Leben von X15’s Bruder „Jackpot“, der nach der Trennung von der Mutter direkt auf einen Gnadenhof gebracht wurde, anstatt in der Ferkelaufzucht zu verbleiben. Ihm bleibt im „Tierparadies Schabenreith“ das Leiden und Sterben für die Fleischproduktion erspart. Und mehr noch: auf den Wiesen und Koppeln des Tierparadieses kann er sich suhlen, die Umgebung erkunden und im Gras schnüffeln und wühlen.

All diese Videos und Fotos, eignen sich gut dafür, von VeganerInnen und TierrechtlerInnen an Familie, FreundInnen und Bekannte per Mail oder Facebook verschickt zu werden. Die Bilder von X15 zeigen nämlich keine Ausnahmen oder Extremsituationen; ein Vorwurf, der häufig einzelnen Bildern in Tierschutzkampagnen gemacht wird. Die einzige Ausnahme, die nichts mit der Realität eines üblichen Schweinelebens in Österreich zu tun hat, sind die Bilder von Schweinchen Jackpot auf dem Gnadenhof.

Dieser Artikel erscheint parallel im Magazin vegan.at der Veganen Gesellschaft Österreich. Über info@vegan.at können sich Interessierte bis zum Sonntag, den 18. Oktober ein Gratisexemplar zusenden lassen.

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    24. Sep 2009  •  Elisabeth Sablik  •  Kategorie: MAST  

Sau im Kastenstand

Im Kastenstand eingepfercht kann die Mutter ihre Ferkel nicht richtig pflegen

In Freiheit sind Ferkeln 4 Monate bei ihrer Mutter, zuerst abseits der Gruppe und dann im Gruppenverband, es entsteht eine sehr innige Beziehung zwischen der Mutter und ihren Kindern. Die kleinen Schweine lernen viel von der Mutter und ihrem sozialen Gefüge.

In der Intensivtierhaltung sieht das alles anders aus. Die Ferkel werden schon nach 3 bis 4 Wochen von der Mutter getrennt und kommen in die sogenannte Vormast. In der Vormast und auch später in der Endmast werden die Schweine in Gruppen gehalten. Bereits mit nur etwa einem Monat sind die kleinen Tiere ganz auf sich alleine gestellt. Die Mutter hatte ihnen, eingesperrt in ihrem Abferkelgitter, zwar nicht viel helfen, ihre Kinder nicht beschnüffeln, lecken oder liebkosen können, , aber sie war zumindest in der Nähe.

Wie schaut das restliche Leben in der Mast aus?

Vollspaltenböden

Unser zuhause für die nächsten vier Monate

Vollspaltenböden erfüllen für ein Schwein keine seiner Bedürfnisse - sie dienen ausschließlich der Arbeitserleichterung für den Mastbetrieb.

Vollspaltenböden sind für die Intensivtierhaltung extrem praktisch – sie sind gleichzeitig auch Entmistungssystem. Der Kot und der Urin sollen durch die Spalten abfließen oder von den Tieren selbst durch die Spalten getreten werden. Die Exkremente sammeln sich direkt unter den Schweinen in einem Güllekanal. Dies stellt für die feinen Nasen der Schweine eine extreme Belastung dar. Schweine haben eine ebenso sensible Nase wie Hunde, niemand in Österreich würde einem Hund so ein Leben zumuten, bei den Schweinen ist es den ÖsterreicherInnen anscheinend egal.. Als zusätzliche Belastung beim Vollspaltenboden kommt die Schadgasentwicklung (Ammoniak) hinzu. Diesen Gasen sind die Schweine ständig ausgesetzt, was häufig zu Atemwegsentzündungen führt.

85,5% der Mastschweine in Österreich leben auf Vollspaltenböden!

Beschäftigungsmaterial

Ein Ferkel wird kastriert

Männliche Ferkel werden in den ersten sieben Lebenstagen ohne Betäubung kastriert

Eigentlich sollte es laut Gesetz in allen Betrieben Beschäftigungsmaterial geben, damit die Schweine – höchst intelligente Lebewesen – etwas zum Spielen haben (gerade bei den noch jungen Ferkeln sehr wichtig). Doch in vielen Betrieben gibt es kein Spielzeug. So wie kleine Kinder gerne spielen, spielen auch kleine Ferkel gerne, doch womit, wenn sie auf kahlem Betonboden stehen? So beginnen sie sich oft mit den Schwänzen der anderen Leidensgenossen zu beschäftigen, knabbern daran, oft beißen sie auch in die Ohren und in die Flanken der anderen Schweine. Dies kann bis zum Kannibalismus führen.

Um dies zu vermeiden, werden die Schwänze der Ferkel häufig schon in den ersten Tagen abgeschnitten. Diese äusserst schmerzhafte Prozedur wird vom Landwirt selbst, ohne Narkose, Schmerzmittel und Nachbehandlung durchgeführt. In Österreich ist dieser Eingriff zwar als prophylaktische Masznahme nicht erlaubt, wird aber oft prophylaktisch durchgeführt. Aber selbst bei gekürzten Schwänzen tritt auf Grund der unerträglichen Langeweile oft noch immer das gleiche Verhalten auf.

Mittlerweile gibt es in einigen Betrieben Beschäftigungsmaterial, meist Eisenketten oder Holzstangen. Doch da Schweine bekanntlich höchst intelligent sind, wird ihnen dieses eintönige, nicht veränderbare Spielzeug bald langweilig. Das beste Beschäftigungsmaterial wäre organisches Material wie zum Beispiel Stroh. Schweine können darin wühlen, sich ein Nest bauen, es essen, es knabbern. Aber Stroh gibt es in den wenigsten Betrieben, da es mit dem Entmistungssystem (Vollspaltenboden) nicht kompatibel ist, es verstopft die Spalten und das Entmistungssystem funktioniert nicht mehr. Dem Betrieb ist die wirtschaftliche Effizienz wichtiger als das Wohl der Tiere.

98,7% der Mastschweine leben ohne Stroheinstreu!
80,3% aller Schweine haben kein Beschäftigungsmaterial!

Platzangebot

Ein weiteres Problem in der Mast ist das mangelnde Platzangebot. Selbst der gesetzlich vorgeschriebene Platz , 0,7m² für ein 110kg Schwein, ist lächerlich: wenn ein 100kg Schwein sich seitlich hinlegt, und die Beine ausstrecken möchte, benötigt es 1m², laut Gesetz sollen dafür 0,7m² reichen.
Schweine, die in Freiheit leben, teilen sich ihren Lebensraum in drei Bereiche: einen Schlafplatz, einen Kotplatz und einen Bereich wo sie mit Nahrungssuche und Nahrungsaufnahme beschäftigt sind. In der Intensivtierhaltung ist das den Schweinen unmöglich. Sie vegetieren auf so engem Raum, dass sie am gleichen Platz aufs Klo gehen, essen und schlafen müssen!

Medikamente

In der Mast bekommen die Tiere viele Medikamente, da sie sonst in der Intensivtierhaltung nicht überleben würden. Gerade durch den Gestank und die Ammoniakbildung der Exkremente, die die Tiere durchgehend einatmen, haben fast alle Tiere Atemwegsbeschwerden, sie husten, schnupfen, einige haben sogar Asthma. Nur durch Zuführung von Medikamenten können die Tiere am Leben gehalten werden.

In 100% der Betriebe gibt es Medikamente!

Unter diesen katastrophalen Bedingungen müssen Schweine – und so auch X15 – dahinvegetieren, bis sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben.

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    14. Sep 2009  •  Manfred Haberer  •  Kategorie: MAST  

X15 in der Ferkelaufzucht

Für X15 hat nun die letzte Periode in seinem Leben begonnen. Er wiegt 32 kg und wird ab jetzt als Mastschwein bezeichnet. Unter Mastschweine versteht man zur Schlachtung bestimmte Schweine vom Alter von 10 Wochen bis zur Schlachtung.

Zuvor sollte der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Betrieb erklärt werden. Bei einem offenen Mastbetrieb werden Ferkel von mehreren Ferkelerzeugern gekauft, somit ist das Infektionsrisiko sehr hoch. Ein geschlossener Betrieb kauft keine Ferkel zur Mast dazu, sondern produziert sie selbst. Damit ist die Infektionsquelle relativ gering, d. h. dass der Einsatz von Medikamenten in solchen Betrieben ebenfalls sehr gering ist. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Ferkel bereits von Geburt an mit der stallspezifischen Keimflora auseinander setzen, während bei  Zukauf von Tieren sich die Keimflora für die Neulinge ändert und sie bereits bei Ankunft meistens schon prophylaktisch behandelt werden müssen.

Grundsätzlich werden Mastschweine gegen Mykoplasmen geimpft und des Öfteren entwurmt. Mykoplasmen sind Erreger, die eine Lungenentzündung verursachen können. Das Ziel eines jeden Mästers ist es, so wenige Medikamente wie möglich einzusetzen. In der Praxis ist es oft nicht möglich, ohne Medikamenteneinsatz das Tier bis zum gewünschten Mastgewicht (110 kg) am Leben zu erhalten. Mit einem sehr hohen Hygienestandart sowie eine gezielte Auswahl der Ferkelerzeuger ist der Einsatz von verschiedenen Antibiotika stark zu reduzieren.

Vor Ankunft bzw. Umsetzen der Mastläufer ist es wichtig, dass die Bucht in der die Tiere untergebracht, sehr gut gereinigt und desinfiziert wird. Bei Verwendung von Betonspaltenböden darf die Spaltenbreite von 18 mm und die Auftrittsfläche von 80 mm nicht unterschritten werden. Absetzferkel, Mastschweine und Zuchtläufer sind in Gruppen zu halten. Dabei muss einem Tier bis 30 kg eine benutzbare Bodenfläche von 0,30 m², einem Tier bis 50 kg eine Bodenfläche von 0,40 m² und einem Tier bis110 kg eine Fläche von 0,70 m² zur Verfügung stehen.

Steht den Tieren kein ständiger Zugang ins Freie zur Verfügung, müssen die Ställe Fenster oder sonstige offene oder transparente Flächen, durch die Tageslicht einfallen kann, im Ausmaß von mindestens 3 % der Stallbodenfläche aufweisen. Im Tierbereich des Stalles ist über mindestens acht Stunden pro Tag eine Lichtstärke von mindestens 40 Lux zu erreichen.

Schweine müssen ständigen Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie untersuchen und bewegen können (z. B. Stroh, Holz, Ball usw.).

Alle Schweine müssen ständig Zugang zu ausreichend Frischwasser haben. Sie müssen mindestens ein Mal pro Tag gefüttert werden. Bei der Gruppenhaltung liegt die Fressplatzgröße bei:

Gewicht

Fressplatzbreite

bis 30 kg

18,00 cm

bis 40 kg

21,00 cm

bis 50 kg

24,00 cm

bis 60 kg

27,00 cm

bis 85 kg

30,00 cm

bis 110 kg

33,00 cm

Für X15 heißt es nun fressen, schlafen und zunehmen an Körpergewicht. Da es sich beim Betrieb von X15 um einen geschlossenen Betrieb handelt, ist der Medikamenteneinsatz fast Null.

Bei Mastschweinen erfolgt die Verabreichung von Medikamenten fast ausschließlich über die Fütterung. Dadurch werden nicht nur kranke Tiere behandelt sondern auch gesunde. Die Behandlung mittels Injektionen ist sehr Zeitaufwendig und bei Betrieben mit mehreren 100 Mastplätzen fast nicht durchführbar. Einige Mastbetriebe setzen schon zur Prophylaxe Medikamente ein, um somit den Ausbruch einer  Krankheit zu verhindern.

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    5. Jul 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Die männlichen Ferkel sind wenige Tage alt, wenn sie von den Schweinezüchtern einer nach dem anderen eingefangen werden. Sie versuchen davon zu laufen, werden aber von flinken, routinierten Menschenhänden schnell erwischt. Das sie zu diesem Zeitpunkt aus Angst um Hilfe schreien, hilft Ihnen in der industriellen Tierhaltung wenig.

Eine Person hält nun das Ferkel fest, damit es sich nicht wehren kann. Es bekommt schier Panik, als es auf den Rücken gedreht wird – eine absolut unnatürliche Position für Schweine. Doch all das Schreien hilft nichts. Der Kopf wird vom Handlanger unter die Achsel geklemmt, die Beine festgehalten und nach oben gestreckt. Dadurch ist der Unterleib des Ferkels frei und ungeschützt.

Muttersau, die ihren Kindern nicht helfen kann

Muttersau, die ihren Kindern nicht helfen kann

Diese ganze Prozedur erlebt die Mutter unmittelbar mit, hört die panischen Schmerzensschreie ihrer Kinder, möchte ihnen zu Hilfe kommen; allein, ein Käfig aus blankem Stahl fesselt sie an den Boden. Sie ist fixiert. Kann sich nicht umdrehen. Sieht deswegen oft auch nicht, was mit ihren Kindern gerade geschieht. Sie hat Angst. Ihr Maul schäumt. Die Augen vor Panik geweitet. Doch sie kann ihren Kindern nicht helfen.

Eine zweite Person schneidet nun mit einem Skalpell – ohne jede Betäubung – den Körper des Ferkels auf und presst die Hoden heraus. Diese werden abgeschnitten und die Wunde desinfiziert. Das Ferkel wird zurück gesetzt in die oft aus kaltem Vollspaltenboden oder blankem Beton bestehende Bucht.

Und schon folgt das Nächste. Massenabfertigung in der Massenproduktion. Routine – schnelle Schnitte – nur damit das Schweinefleisch nicht nach Eber schmeckt.

Ein Ferkel wird kastriert

Ein Ferkel wird kastriert

250.000 mal am Tag geschieht das allein in der EU. Rein rechnerisch werden also jede Sekunde drei Ferkel ohne Betäubung aufgeschnitten und kastriert. Rund um die Uhr. Der wissenschaftliche Ausschuss der EU-Kommission zu Tiergesundheit und Tierschutz hat bereits 2004 in einem Bericht festgestellt, dass dies für die betroffenen Ferkel erhebliche Schmerzen während der Kastration bedeutet. Dem aber nicht genug, leiden die Ferkel noch längere Zeit an den Folgen des schmerzhaften Eingriffs. Daher ist diese Form der Verstümmlung selbst unter Politiker/innen stark umstritten.

Nicht nur durch die Kastration werden auf diese Weise pro Jahr über 91 Millionen männliche Ferkel in der EU „behandelt“. In den meisten Betrieben zählt das Abschleifen der Zähne beider Geschlechter genauso zum Standardprogramm, wie das Abschneiden des Schwanzes der Baby-Ferkel. Beides extrem schmerzhafte, traumatisierende Eingriffe. Alles laut Tiernutzungsindustrie „zum Wohle der Schweine“  Wie blanker Hohn klingt diese Beschönigung, steht es doch unter Expert/innen längst fest, dass gegenseitiges Verletzen der Schweine nur durch den Stress enger, unzulänglicher Haltungsbedingungen hervorgerufen wird.

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    5. Jul 2009  •  Manfred Haberer  •  Kategorie: Kastration  

X15 und seine Geschwister waren am Dienstag dieser Woche vier Tage alt. Der Landwirt und seine Frau bereiten alles für das sogenannte „FERKELSERVICE“ vor. Zum Ferkelservice zählt üblicherweise das Kastrieren männlicher Ferkel, die Versorgung mit einem Eisenpräparat, Abschleifen der Zähne sowie das Kupieren des Schwanzes. Sind die Ferkel noch keine 7 Tage alt, dürfen diese Eingriffe auch vom Schweinezüchter selbst vorgenommen werden, andernfalls ist ein Tierarzt notwendig.

Das Schleifen der Eckzähne darf laut Gesetz nur zur Vermeidung von Verletzungen am Gesäuge des Muttertieres durchgeführt werden. Es ist somit eigentlich kein routinemäßiger Eingriff. Außerdem muss man darauf achten, dass die Oberfläche der Zähne glatt und intakt bleibt. Eröffnet man nämlich die Pulpahöhle könnten Bakterien eindringen und somit Ausgangspunkt für eine Erkrankung sein. Dieser Eingriff wird X15 und seinen Geschwistern erspart.

Das Kupieren der Schwänze darf nur durch einen Tierarzt nach wirksamer Betäubung und anschließender Verwendung schmerzstillender Mittel durchgeführt werden. Bei diesem Eingriff darf von Gesetzes her höchstens die Hälfte des Schwanzes entfernt werden. Theoretisch und laut Gesetz darf diese Prozedur nur dann durchgeführt werden, wenn dadurch weitergehende Verletzungen des Tieres verhindert werden können. Damit sind Verletzungen wie das häufig unter industriellen Haltungsbedingungen auftretende “Schwanzbeißen” gemeint.

In dem Schweinebetrieb, in dem X15 geboren ist, gehört dieser Eingriff nicht zum Ferkelservice.

Doch das Kastrieren männlicher Schweine wird, so wie überall, auch in diesem Betrieb durchgeführt. X15 und seine Brüder werden für den Eingriff vorbereitet. Eine Hilfsperson schnappt sich ein Ferkel, legt es auf den Rücken und fixiert alle vier Gliedmaße. Der Kopf des Tieres wird meistens unter dem Arm geklemmt. Sobald das Ferkel ausreichend fixiert ist, wird das Skrotum(Hodensack) mit einer Desinfektionslösung besprüht und gründlich mit Zellstoff gereinigt. Dann fixiert der Operateur den Hoden zwischen zwei Fingern und setzt einen kurzen Schnitt mit dem Skalpell darüber. Durch leichtes Andrücken quillt der Hoden hervor, sodass die Durchtrennung des Samenstranges erfolgen kann. Nachdem der zweite Hoden auf dieselbe Weise entfernt wurde, werden die Wunden mit einem Spray oder Puder versorgt, um eine lokale antibakterielle Therapie zu gewährleisten. Sind die Saugferkel jünger als sieben Tage, darf das Kastrieren durch eine sachkundige Person ohne Betäubung durchgeführt werden; sind sie älter, darf der Eingriff nur durch einen Tierarzt (oder einen Viehschneider), und nur nach wirksamer Betäubung und anschließender Verwendung schmerzstillender Mittel durchgeführt werden.

Nach der Kastration folgt noch eine Injektion hinter dem Ohr, bei der den Ferkeln Eisen gespritzt wird, sodass sie genügend Eisen für die Synthese von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), Myoglobin (roter Farbstoff der Muskulatur) und eisenhaltigen Enzymen haben. Der große Eisenbedarf in den ersten Lebenswochen ist durch die wachstumsbedingte  hohe Blut- und Muskelzunahme bedingt.

Damit ist das Ferkelservice für X15 und seine Geschwister beendet.

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    29. Jun 2009  •  Elisabeth Sablik  •  Kategorie: GEBURT  

Schon eine Woche vor der Geburt von X15 und X11 kam das Mutterschwein in eine sogenannte Abferkelbucht. Dort sperrt man sie in ein „Abferkelgitter“, ein körpergroßes Metallgitter. Dieses Metallgitter – 65 cm breit und 190 cm lang- ist wahrhaftig ein Gefängnis – gerade so groß wie das Schwein selbst. Derart eingezwängt, muss sie ihre Kinder zur Welt bringen – auf nacktem Betonboden und eingepfercht in ein Gitter.

In freier Natur bauen Schweinemütter große bequeme Nester, um dort eingebettet die Babies zu Welt zu bringen. Dazu heben sie zunächst eine Grube aus und tragen dann Unmengen an Ästen und weichem Material für das Nest zusammen. In österreichischen Schweinebetrieben, so wie auch in dem hier dokumentierten Betrieb, gibt es keine Möglichkeit ein Nest zu bauen. Das wäre ja nicht „wirtschaftlich“, aus der Sicht des Züchters. Trotzdem zeigen die Schweine oft Nestbauverhalten, d.h. sie graben oder kratzen mit den Beinen am Boden. Aber diesem Grundbedürfnis können die Mutterschweine in herkömmlichen Betrieben nicht nachgehen.

Wenn die Ferkel zur Welt kommen, ist es der von Natur aus sehr fürsorglichen Mutter daher auch unmöglich, sich um ihre Babies zu kümmern. Eingezwängt liegt sie in dem Gitter, kann sich nicht rühren. Die Ferkel können unter den Metallstangen zum Gesäuge der Mutter kommen. Die industrielle Tierhaltung befürchtet, dass ohne Abferkelgitter die Mutter eines der Kinder totbeißen oder beim Niederlegen zerdrücken könnte. Was kein Wunder wäre, bei dieser Haltung! In freier Natur, bei ausreichend Platz und einer wirklichen Beziehung zwischen Mutter und Kind passiert das jedenfalls erwiesenermaßen nicht.

Aber es geht hier, bei genauerem Hinsehen, ja auch wiederum nur um wirtschaftliche Produktion, um Kostenminimierung und Gewinnmaximierung, das Wohl der Tiere ist zweitrangig.

Im Video von der Geburt sieht man deutlich diese Kosten/Nutzenrechnung: Die Ferkel werden geboren und liegen sofort auf dem Vollspaltenboden, am kalten nackten Beton – und die Mutter kann ihnen nicht helfen. Die Mutter möchte Kontakt zu ihren Kindern, sie beschnuppern, lecken, aber all das bleibt ihr verwehrt.

Gruppenhaltung
In dem Betrieb, in dem X15 und X11 zur Welt gekommen sind, dürfen die Muttersauen zeitweilig in einer Gruppenhaltung leben. Ab 2013 ist die Gruppenhaltung von Sauen in Österreich durch das Gesetz sogar für alle Betriebe vorgeschrieben.

Aber was bedeutet diese scheinbare Verbesserung wirklich?
Da es weiter verschiedenste Ausnahmen geben wird, bedeutet dies im Endeffekt, dass sich das Zuchtschwein in einem Zyklus von Geburt bis zur nächsten Geburt 11 Wochen frei bewegen darf, aber 9 Wochen noch immer ihr tristes Dasein im Kastenstand fristet. Fast die Hälfte ihres Lebens werden die Zuchtschweine also auch weiterhin in Einzelhaltung, in einem Gitter eingepfercht leben müssen.

Bei der hitzigen Diskussion über diese sogenannten Verbesserungen, gegen den massiven Widerstand der Landwirtschaft geht oft die zentrale Frage unter:

Was, außer das Recht des Stärkeren, lässt uns diese intelligenten, freundlichen Lebewesen zu reinen, gequälten Geburtsmaschinen degradieren?

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    29. Jun 2009  •  Manfred Haberer  •  Kategorie: GEBURT  

Die Mutter von X15, sowie deren Artgenossen, wurden in dem dokumentierten Betrieb vier Wochen nach dem Decken in Gruppen gehalten. Diese Gruppenhaltung endete eine Woche vor der bevorstehenden Geburt. In Betrieben, in denen weniger als 10 Sauen gehalten werden, dürfen die werdenden Muttersauen für diesen Zeitraum einzeln gehalten werden. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich in ihrer Bucht ungehindert umdrehen können.

Die benutzbare Bodenfläche ist für jedes Tier in einer Gruppenhaltung genau definiert. Bei einer Gruppe bis zu 5 Tieren, schreibt das Gesetz für eine Jungsau 1,85 m² und eine Altsau 2,50 m² vor. Bei größeren Gruppen (über 40 Tiere) reduziert sich diese Fläche sukzessive um fast 20%.

Werden die werdenden Muttertiere einzeln gehalten, dann beträgt das Mindestmaß für eine Jungsauenbucht 1 m².

Eine Woche vor dem Geburtstermin wurde die Mutter von X15 in eine sogenannte Abferkelbucht verlegt. Dort bleibt sie während der gesamten Säugezeit, d.h. bis zum Absetzen der Ferkel. Unter Absetzen der Ferkel versteht man das Trennen der Ferkel vom Muttertier. Die Abferkelbuchten müssen so gestaltet sein, dass die Ferkel ungehindert gesäugt werden können. Bei den meisten Abferkelbuchten ist das Muttertier in einem sogenannten Kastenstand eingesperrt. Hinter dem Kastenstand muss aber genügend Platz frei sein, um ein selbständiges oder unterstütztes Abferkeln zu ermöglichen. Weiters sollte der Kastenstand so konzipiert sein, dass sich die Ferkeln beim Aufsuchen der Zitzen bzw. Kontaktaufnahme mit dem Muttertier nicht verletzen können. Die Mindestfläche der Abferkelbuchten einschließlich des Liegenestes beträgt bei Saugferkel je nach Körpergewicht 4 m² bis 5 m² pro Muttersau.

Im Durchschnitt liegt die Ferkelzahl bei 10 Tieren pro Geburt. Die ersten Anzeichen der bevorstehenden Geburt sind Veränderungen im Vulvabereich des Muttertieres, die etwa eine Woche vor der Geburt auftreten. Der Bereich um die Vulva zeigt eine teigige (=ödematöse) Anschwellung. Ca. sechs Stunden vor der Geburt des ersten Ferkels, setzt reichlicher Milchfluss ein. 24 Stunden vor der bevorstehenden Geburt wird das Muttertier sehr unruhig. Sie zeigt häufigen Lagewechsel sowie Nestbauverhalten. Ungefähr eine Stunde vor der Geburt des ersten Ferkels wird eine Seitenlage eingenommen.

Die Geburt von X15 beginnt am 26.06.2009 um 7.15 Uhr. X15 kommt als drittes Ferkel auf die Welt. Sein Körpergewicht beträgt 1.530 Gramm. Sofort nach der Geburt beginnt er mit seinen ersten Gehversuchen. Zunächst muss sich X15 von der Nabelschnur, die nahe der Plazenta abreißt, trennen. Danach beginnt er bereits seine Umgebung zu erkunden.

Die Mutter von X15 versucht – soweit ihre fixierte Lage es erlaubt, ihre Ferkel in Sichtweite zu haben. Während der Geburt sollte die betreuende Person anwesend sein, um bei Komplikationen sofort Hilfe zu leisten, bzw. den betreuenden Tierarzt zu verständigen. Es ist wichtig, dass jedes Ferkel so rasch wie möglich Kolostrum trinkt. Kolostrum ist ein unmittelbar nach der Geburt von der Milchdrüse abgegebenes Sekret, das höheren Gehalt an Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen sowie Leukozyten besitzt. Die Aufnahme von Immunglobulinen aus dem Kolostrum ist für eine passive Immunisierung der Ferkel von großer Bedeutung. Wichtig ist auch das Vorkommen von Antikörpern gegen stallspezifische Infektionserreger.

Bereits morgen beginnt für X15 und seine Geschwister der Ernst des Lebens.

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