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    22. Okt 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: AUFZUCHT, GEBURT, Kastration, LEBEN, MAST  

Für alle, die jetzt erst das Projekt entdeckt haben und einen Überblick wollen und für alle, die ein Video zum Weiterleiten und empfehlen suchen, wird jetzt in diesem kurzen Video die Kampagne pig-vision von United Creatures vorgestellt. Ursprünglich für ein Tierschutz-Event der Grünen erstellt, soll mit diesem Kurzfilm ein erster Einblick in das Leben der Schweine in Österreich gegeben werden.

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    3. Aug 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Da für das Leben auf einem Gnadenhof (Tierheim) die Kastration vorgeschrieben ist, bleibt auch unserem Ferkel Jackpot dieser Eingriff leider nicht erspart. Allerdings wird er mit Betäubung kastriert. Üblich ist das leider nicht, denn in Europa werden die meisten Schweine ohne Betäubung kastriert. Unter vollem Schmerzempfinden werden täglich 250.000 Ferkel in der EU aufgeschnitten und die Hoden abgetrennt. Dies wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss der EU-Kommission schon im Jahr 2004 kritisiert, da es laut ihrem Bericht starke Schmerzen für die Tiere bedeutet.

So könnte Betäubung in der EU also auch aussehen:

Zur Erinnerung nochmal das Video, dass den Alltag in der Ferkelzucht darstellt:

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    21. Jul 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Comic über die Tatsache, dass in den meisten Betrieben Zähne abgeschliffen, Schwänze gekürzt und ohne Betäubung kastriert wird

Comic über die Tatsache, dass in den meisten Betrieben Zähne abgeschliffen, Schwänze gekürzt und ohne Betäubung kastriert wird

Ein Comic von Nina Georgiev

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    5. Jul 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Die männlichen Ferkel sind wenige Tage alt, wenn sie von den Schweinezüchtern einer nach dem anderen eingefangen werden. Sie versuchen davon zu laufen, werden aber von flinken, routinierten Menschenhänden schnell erwischt. Das sie zu diesem Zeitpunkt aus Angst um Hilfe schreien, hilft Ihnen in der industriellen Tierhaltung wenig.

Eine Person hält nun das Ferkel fest, damit es sich nicht wehren kann. Es bekommt schier Panik, als es auf den Rücken gedreht wird – eine absolut unnatürliche Position für Schweine. Doch all das Schreien hilft nichts. Der Kopf wird vom Handlanger unter die Achsel geklemmt, die Beine festgehalten und nach oben gestreckt. Dadurch ist der Unterleib des Ferkels frei und ungeschützt.

Muttersau, die ihren Kindern nicht helfen kann

Muttersau, die ihren Kindern nicht helfen kann

Diese ganze Prozedur erlebt die Mutter unmittelbar mit, hört die panischen Schmerzensschreie ihrer Kinder, möchte ihnen zu Hilfe kommen; allein, ein Käfig aus blankem Stahl fesselt sie an den Boden. Sie ist fixiert. Kann sich nicht umdrehen. Sieht deswegen oft auch nicht, was mit ihren Kindern gerade geschieht. Sie hat Angst. Ihr Maul schäumt. Die Augen vor Panik geweitet. Doch sie kann ihren Kindern nicht helfen.

Eine zweite Person schneidet nun mit einem Skalpell – ohne jede Betäubung – den Körper des Ferkels auf und presst die Hoden heraus. Diese werden abgeschnitten und die Wunde desinfiziert. Das Ferkel wird zurück gesetzt in die oft aus kaltem Vollspaltenboden oder blankem Beton bestehende Bucht.

Und schon folgt das Nächste. Massenabfertigung in der Massenproduktion. Routine – schnelle Schnitte – nur damit das Schweinefleisch nicht nach Eber schmeckt.

Ein Ferkel wird kastriert

Ein Ferkel wird kastriert

250.000 mal am Tag geschieht das allein in der EU. Rein rechnerisch werden also jede Sekunde drei Ferkel ohne Betäubung aufgeschnitten und kastriert. Rund um die Uhr. Der wissenschaftliche Ausschuss der EU-Kommission zu Tiergesundheit und Tierschutz hat bereits 2004 in einem Bericht festgestellt, dass dies für die betroffenen Ferkel erhebliche Schmerzen während der Kastration bedeutet. Dem aber nicht genug, leiden die Ferkel noch längere Zeit an den Folgen des schmerzhaften Eingriffs. Daher ist diese Form der Verstümmlung selbst unter Politiker/innen stark umstritten.

Nicht nur durch die Kastration werden auf diese Weise pro Jahr über 91 Millionen männliche Ferkel in der EU „behandelt“. In den meisten Betrieben zählt das Abschleifen der Zähne beider Geschlechter genauso zum Standardprogramm, wie das Abschneiden des Schwanzes der Baby-Ferkel. Beides extrem schmerzhafte, traumatisierende Eingriffe. Alles laut Tiernutzungsindustrie „zum Wohle der Schweine“  Wie blanker Hohn klingt diese Beschönigung, steht es doch unter Expert/innen längst fest, dass gegenseitiges Verletzen der Schweine nur durch den Stress enger, unzulänglicher Haltungsbedingungen hervorgerufen wird.

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    5. Jul 2009  •  Manfred Haberer  •  Kategorie: Kastration  

X15 und seine Geschwister waren am Dienstag dieser Woche vier Tage alt. Der Landwirt und seine Frau bereiten alles für das sogenannte „FERKELSERVICE“ vor. Zum Ferkelservice zählt üblicherweise das Kastrieren männlicher Ferkel, die Versorgung mit einem Eisenpräparat, Abschleifen der Zähne sowie das Kupieren des Schwanzes. Sind die Ferkel noch keine 7 Tage alt, dürfen diese Eingriffe auch vom Schweinezüchter selbst vorgenommen werden, andernfalls ist ein Tierarzt notwendig.

Das Schleifen der Eckzähne darf laut Gesetz nur zur Vermeidung von Verletzungen am Gesäuge des Muttertieres durchgeführt werden. Es ist somit eigentlich kein routinemäßiger Eingriff. Außerdem muss man darauf achten, dass die Oberfläche der Zähne glatt und intakt bleibt. Eröffnet man nämlich die Pulpahöhle könnten Bakterien eindringen und somit Ausgangspunkt für eine Erkrankung sein. Dieser Eingriff wird X15 und seinen Geschwistern erspart.

Das Kupieren der Schwänze darf nur durch einen Tierarzt nach wirksamer Betäubung und anschließender Verwendung schmerzstillender Mittel durchgeführt werden. Bei diesem Eingriff darf von Gesetzes her höchstens die Hälfte des Schwanzes entfernt werden. Theoretisch und laut Gesetz darf diese Prozedur nur dann durchgeführt werden, wenn dadurch weitergehende Verletzungen des Tieres verhindert werden können. Damit sind Verletzungen wie das häufig unter industriellen Haltungsbedingungen auftretende “Schwanzbeißen” gemeint.

In dem Schweinebetrieb, in dem X15 geboren ist, gehört dieser Eingriff nicht zum Ferkelservice.

Doch das Kastrieren männlicher Schweine wird, so wie überall, auch in diesem Betrieb durchgeführt. X15 und seine Brüder werden für den Eingriff vorbereitet. Eine Hilfsperson schnappt sich ein Ferkel, legt es auf den Rücken und fixiert alle vier Gliedmaße. Der Kopf des Tieres wird meistens unter dem Arm geklemmt. Sobald das Ferkel ausreichend fixiert ist, wird das Skrotum(Hodensack) mit einer Desinfektionslösung besprüht und gründlich mit Zellstoff gereinigt. Dann fixiert der Operateur den Hoden zwischen zwei Fingern und setzt einen kurzen Schnitt mit dem Skalpell darüber. Durch leichtes Andrücken quillt der Hoden hervor, sodass die Durchtrennung des Samenstranges erfolgen kann. Nachdem der zweite Hoden auf dieselbe Weise entfernt wurde, werden die Wunden mit einem Spray oder Puder versorgt, um eine lokale antibakterielle Therapie zu gewährleisten. Sind die Saugferkel jünger als sieben Tage, darf das Kastrieren durch eine sachkundige Person ohne Betäubung durchgeführt werden; sind sie älter, darf der Eingriff nur durch einen Tierarzt (oder einen Viehschneider), und nur nach wirksamer Betäubung und anschließender Verwendung schmerzstillender Mittel durchgeführt werden.

Nach der Kastration folgt noch eine Injektion hinter dem Ohr, bei der den Ferkeln Eisen gespritzt wird, sodass sie genügend Eisen für die Synthese von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), Myoglobin (roter Farbstoff der Muskulatur) und eisenhaltigen Enzymen haben. Der große Eisenbedarf in den ersten Lebenswochen ist durch die wachstumsbedingte  hohe Blut- und Muskelzunahme bedingt.

Damit ist das Ferkelservice für X15 und seine Geschwister beendet.

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    1. Jul 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Am Vormittag des 30. Juni 2009 wurde X15, dass Ferkel, das wir ein Schweine-Leben lang begleiten werden, kastriert. Ohne Betäubung, was leider üblich ist.

In der Europäischen Union werden täglich 250.000 Ferkel kastriert. In fast allen Fällen ohne jede Betäubung! Die Kastration fügt den Schweinen nicht nur schwere akute, sondern auch langfristige Schmerzen zu. Der wissenschaftliche Ausschuss für Tiergesundheit und Tierschutz der EU-Kommission teilt diese Ansicht.

In Norwegen ist die Kastration komplett verboten. In den Niederlanden und ab 2010 in der Schweiz, ist die Kastration nur noch unter Betäubung erlaubt.

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    14. Mai 2009  •  Michael Hartl  •  Kategorie: Kastration  

Verurteilt wie wohl kein zweites Thema in der Diskussion rund um die Schweinemast wird wohl von vielen Tierschützern das Thema Kastration. Denn diese findet bei den wenige Tage alten Ferkeln absolut überwiegend ohne Betäubung statt. Das bedeutet, der Hoden wird bei vollem Schmerzbewusstsein entfernt. Weltweit wird das so gemacht. Und die Gesetze erlauben das.

Täglich werden alleine in der EU rund 250.000 Schweine ohne jede Betäubung kastriert.

Wir wollen uns ansehen, wie das aussieht.

In Interviews und Fachbeiträgen werden wir uns außerdem der Frage nähern, ob es nicht auch anders ginge.

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Castration

A topic often criticised by animal advocates, and for good reason, is castration: piglets are castrated when they are just a few days old. Their testes are removed from their body without any anaesthetic. This cruel method is standard practice around the world, and the law allows it.

In the EU alone around 250,000 piglets are castrated without anaesthetic every day.

We’ll take a look at what that’s like.

We’ll be asking whether there isn’t an alternative.

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