Das Leben der pig-vision-Schweine – ein Rückblick

Das Projekt pig-vision hat sieben Monate lang das Leben von zwei Schweinen beobachtet. Zwei Brüder, deren Leben unterschiedlicher nicht hätte verlaufen können. Wenn Du noch nicht weißt, worum es in diesem Projekt eigentlich genau ging, wird Dir dieser Artikel weiterhelfen können.

In dieser Video-Gegenüberstellung möchten wir Euch nun am Ende des Projekts nochmals rückwirkend einen Überblick über das Leben der beobachteten Schweine geben. Dazu zeigen wir hier mit einem kleinen Teil der entstandenen Videos die wichtigsten Stationen im Leben der beiden.

X15 – Das Schwein in der Mast Jackpot (X11) – Der Gerettete
26. Juni 2009: Die Geburt der beiden Ferkel (und ihrer Geschwister)
27. Juni 2009: Die beiden Ferkel sind wenige Stunden alt
30. Juni 2009: X15 wird ohne Betäubung kastriert –
Jackpot wird einen Monat später mit Betäubung kastriert
22. Juli 2009: Beide Ferkel werden von der Mutter getrennt
X15 kommt in die so genannte “Ferkelaufzucht”, Jackpot zieht auf den Gnadenhof
X15 und Jackpot im Alter von 4 Wochen
26. August 2009: Das Leben der beiden könnte schon jetzt nicht unterschiedlicher sein
10. September 2009: X15 wird von der Aufzucht in die Mast gebracht
Jackpot kann sich hingegen völlig frei bewegen
15. September 2009: So sieht ab jetzt das Leben der beiden aus. Dies wird sich auch bis Ende Januar nicht ändern.
28. Januar: X15 wird getötet – Jackpot darf weiterleben

Und zum Abschluß noch 10 zufällig ausgewählte Fotos, die in den sieben Monaten entstanden sind. (Jedes Mal wenn diese Seite aufgerufen wird, werden andere Fotos angezeigt.)

 Das Leben der pig vision Schweine   ein Rückblick Jetzt alle pig-vision-Bilder ansehen

    • X15

      gute gegenüberstellung, ich für meinen teil kann mit beiden szenarien gut leben, denn ich kenne weitaus schlimmere situationen in der schweinemast;

      ach ja, ja ich esse nach wie vor schweinefleisch, wenns gut gemacht wurde und schmeckt;

    • gemuese.esserin

      absolut klasse und super schluss dieser genialen kampagne.
      ich bin wirklich dankbar, das ihr das so lange gemacht habt, nach den ersten monaten kann ich mir vorstellen, dass der reiz des neuen ein bisschen verfliegt. ich finde auch, ihr habt es superspannend gehalten, 7 monate schauen, dass die leute das interesse nicht verlieren, ist mehr als schwierig.

      generell hab ich eigentlich null negative kritik, finde, alles hat so gepasst/ passt so.

      an x15(direkt antworten oder so ist nicht möglich, oder?), verstehe ich nicht, kann ich nicht nachvollziehen und ist genau eine dieser sachen, die mich stundenlang beschäftigen können, ich finde keine lösung/antwort.

      wie kann man sich das ganz ernsthaft überlegen (und ich habe das gefühl, das hast du getan), ein lebewesen wird geboren, 7 monate unter schrecklichsten verhältnissen eingesperrt, bei vollem bewusst sein kastriert, bekommt 0,7m² zum leben, alles läuft nur darauf hin, dass es nach diesen 7 monaten hölle ermordet wird und dann kommen leute und fressen es auf, nur weils ihnen schmeckt (andere gründe EXISTIEREN nicht.).
      wie kannst du das rechtfertigen?

      würdest du das bei dir wollen? nach der geburt sofort von der mutter getrennt, lebenslang eingesperrt werden, nie himmel und wiese sehen, nchts selbst entscheiden können, alles passiert einfach. bei vollem bewusst sein verstümmelungen wie kastration ertragen müssen und nach 7 monaten (was nur ein ganz kleiner prozentanteil deines lebens (auch wenn du ein schwein bist) ist) ermordet und aufgefressen werden.
      würdest du es wollen? warum machst/bezahlst du es dann bei anderen? vermutlich gesellschaftsgewöhnlicher speziesismus, oder?

    • Pingback: Was bisher geschah… | pig-vision()

    • Manuel

      Vielen Dank an die Macher dieses Projekts!

      Damit die Menschen ihre Essgewohnheiten ethisch hinterfragen, müssen sie erst erkennen, welche Auswirkungen ihre Konsumentscheidungen haben und welche Zustände sie allein durch den Kauf von Fleisch unterstützen.

    • Petra

      Habe heute erst erfahren, dass X15 tot ist. Ihr seid so mies, dass ihr zugeschaut und es zugelassen habt, dass ein weiteres Tier missbraucht und bis zum Ende gequält wurde. Es gibt zig Filme über Schweinehaltung und -schlachtung und wer es sehen will, der sieht sich das an und wen es nicht interessiert, der wird sich auch euren Film nicht ansehen. Es ist so ekelhaft, wie dieses Tier in seinem Leiden voujuristisch zur Schau gestellt wurde, obwohl ihr die Möglichkeit gehabt hättet, es zu retten.

    • matt

      Ethik besteht darin, mich verpflichtet zu fühlen,
      allem Lebenden die gleiche Ehrfurcht entgegenzubringen, wie dem eigenen Leben.
      (Albert Schweitzer)

    • Ubuntu

      Ich muß Petra tw Recht geben! Wie könnt ihr dabei in Seelenruhe zuschauen während X-15 geschlachtet wird?Es gibt nun wirklich genug Filme darüber…

      Die gegenüberstellung ist zwar sehr nett – aber dann einfach zusehen wie wieder mal ein Mitgeschöpf abgeschlachtet wird, kann ich nicht nachvollziehen! Warum sind nicht beide auf den Gnadenhof gelandet? Ich denke dafür solltet ihr euch mehr einsetzten!!! Es sollten mehr “Tiere” auf den Hof gebracht werden und ihr Leben geniessen sollen!!!

    • julia

      an petra: wieso findest du, dass genau dieses Schwein gerettet werden sollte? ist das Schwein anderes als die Anderen, die genauso sterben mussten?
      Nur weil du es nicht siehst, heisst es noch lange nicht, dass es nicht passiert.
      X15 hätte wahrscheinlcih sogar noch ein schlimmeres Leben gehabt ohne die Kamera, denn dann hätte man nicht so sehr darauf geachtet, dass kein unangenehmes “Material” entstehen kann!!!

    • Helga Goldmann

      Schrecklich, Petra hat Recht. Aber meine Enkel u. ich haben uns wieder einmal geschworen kein Fleisch mehr zu essen.U
      Auch unsere Hunde bekommen nur Fertigfutter mit wenig Fleisch.

    • Michi (Henriette) Bula

      Ich habe nur die Photos angesehen, wie gesagt ich kann solche Videos nicht ansehen, da ich dieses unermessliche Leid, dass an Tieren verübt wird wirklich nicht ertragen kann. Das was “die gemueseesserin” sagt ist mir aus dem Herzen gesprochen. Eine Zusatzfrage, hättet Ihr wirklich X15 retten können (hättet Ihr es doch getan)? Ja, und dann all die anderen Tiere…..??? Ich selbst esse schon seit mehr wie 10 Jahren vegetarisch und seit 1.5 Jahren prakt. vegan, was wirklich nicht so schwierig ist. Wenn jeder das machen würde müsste man keine Tiere mehr töten und keine solche schrecklichen Bilder müssten mehr gezeigt werden. Der erste Schritt, dass es hier auf Erden besser werden könnte.

    • Waltraut Bergmann

      Ich finde es richtig, dass man “X15″ nicht gerettet hat – so schrecklich das sich auch anhört. “X15″ war ein Bruder von “Jackpot” und genauso wie er… Er wollte leben wie er, er wollte glücklich sein wie er, er wollte das Leben leben. Und wir hätten ihn lieben können, er hätte uns faszinieren können, wir hätten uns mit ihm freuen können wie mit “Jackpot” – wenn er nicht zu einer Nummer in der Masse der Millionen verkommen wäre. ( Wobei ich glaube, dass er, wie die anderen in der Gruppe der Gefilmten, es noch einigermaßen ‘gut’ hatte, als eines derjenigen Schweine, die in der so genannten konventionellen Schweinemast dahinvegetieren eben weil gefilmt wurde…)

      Dieser “Voyeurismus”, wie ihn jemand in den Kommentaren nannte, ist kein solcher. Hier wurde das Schicksal der Tiere beobachtet, nicht um sich zu belustigen oder zu befriedigen, sondern um uns aufzuklären und uns, d. h. jeden, der dies sieht, zur Verantwortung zu ziehen. Es wurde auch versucht deutlich zu machen, dass es sich bei jedem der Millionen gemästeter oder als Zuchtsauen gehaltener ( missbrauchter) Schweine um ein Individuum handelt. Den Tieren in die Augen schauen – und uns fragen, welche Rolle wir spielen, als diejenigen, die Macht gegenüber den Schwächeren zu Grausamkeit und Entrechtung verkommen lassen. Reinhard May hat gesungen: “DIe Würde des Schweins ist unantastbar”, in Anlehnung auch an die Menschenrechte bzw. – ich komme aus Deutschland – an das deutsche Grundgesetz Art. 1. Die Würde der Schweine und all der anderen Tiere in der industriellen Nutztierproduktion wird von Menschen mit Füßen getreten. Damit verlieren WIR unsere Würde. Es ist unsere Würde, die durch diese Unterdrückung von Lebensrechten der Tiere, in den Dreck gezogen wird!

      Solche Filme werden niemals offiziell gezeigt. Riesige Schweinemastanlagen werden allüberall in Europa neu gebaut. PolitikerInnen ‘verfolgen’ die Kritik der TierschützerInnen und besichtigen für Minuten die Zuchtanlagen. Die Tiere sind Massenware, wenn überhaupt, werden die Anlagen in Schutzanzügen betreten, eine Kontaktaufnahme zwischen Mensch und Tier wird tunlichst vermieden. Wir “VerbraucherInnen” sind dem “Produktionsprozess” der Fleisch- und sonstigen Produktion von Lebensmitteln tierischer Herkunft entfremdet, die Werbelügen der Agrar- und Ernährungsindustrie tun ihr Übriges, um uns niemals die Wahrheit über die Herkunft und Bedingungen der Tiere auch nur annähernd Klarheit und vielleicht sogar Bedenken entstehen zu lassen.

      Mir tun die Muttersauen auch so unendlich Leid! Die Mutter von “X15″ und “Jackpot” schaut so unendlich traurig und hilflos aus. Wie kann man ein Lebewesen nur derart grausam über Wochen und Monate fixieren, es künstlich – ebenfalls im fixierten Zustand – besamen, es ausbeuten, so dass es meist den Weg zum Schlachthof nicht mehr alleine gehen kann. (Ich habe bereits in den 90er Jahren einen Film gesehen, in dem eine Sau aus der konventionellen Haltung die Chance bekam, in einem Waldstück ein Nest aus Farn zu bauen und dort ihre Kinder zu bekommen. Sie hat keines davon erdrückt, sich liebevoll den Ferkeln zugewandt und sie einzeln abgeleckt….) – Ich bin eine Frau, und jedes Mal, wenn ich sehe, wie mit den Schweinesauen umgegangen wird, fühle ich schwesterliches Mitleid und Solitarität! SO LÄCHERLICH euch das auch vorkommen mag! Ich lebe mit eine einem Hund zusammen. Dessen Gefühle versuche ich zu erspüren. Jedes Mal, wenn mir das gelingt und wir einander verstehen, eine Brücke gebaut wird, bin ich der Schöpfung dankbar. Ähnliches könnte auch geschehen, wenn ich mit einem Schwein Kontakt aufnähme oder einem anderen Tier… Deshalb finde ich dieses Projekt gut. Denn es hilft uns, uns in die Seele der Tiere hineinzuversetzen.

      Helft mit und fordert die Politiker auf, die Haltungsverorndungen, die EU-Verordnungen den Tierschutzgesetzen zu unterwerfen!! Die meisten BürgerInnen vertrauen darauf, dass es ja Tierschutzgesetze gäbe. ABer die sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen! Es reicht nicht aus, die Verantwortung den Konsumenten anzulasten. Bis die begreifen, wie die Wahrheit hinter den Mauern der Massentierhaltungsanlagen aussieht, sind wir schon alle tot. In unseren “zivilisierten” Ländern geschieht Tag für Tag milliardenfacher Gesetzesbruch, Tierschutz gibt es für die Tiere in der industriellen Agrarwirtschaft wie auch in den Versuchslaboren nicht!
      In Deutschland entstehen viele Bürgerinitiativen gegen neue Mastanlagen. Sie haben sich z. B. auch in einem Netzwerk zusammengeschlossen: “Bauernhöfe statt Agrarfabriken”. Neben der Weg zu BIO, zum Vegetarismus, Veganismus, der Aufklärung aller, dem Druck auf unsere “Volksvertreter”, ist derartiger Widerstand jetzt unumgänglich. Bitte macht mit und organisiert euch, z. B. auch in Natur- und Tierschutzorganisationen oder den wenigen Parteien, die gegen Tierquälerei vorgehen! Jammern allein reicht nicht mehr!

    • Tini

      @Ubuntu
      Warum tun immer alle so, als ob das Filmteam enstcheiden hätte können, ob X15 weiterlebt oder nicht?

      Es gibt ja 500.000 Gnadenhöfe in Österreich, mit einem Platz für jedes Tier. *sarkasmus aus*

    • Jutta Wilkens

      Ich hätte beide Schweine auf den Gnadenhof ge-
      bracht. Ich hätte niemals zugucken können, was
      dem Schwein X15 angetan wurde ohne einzugreifen.
      Ich finde das alles widerlich.

    • Tina

      Liebe Frau Wilkens,

      es steht Ihnen sicher frei,es besser zu machen und ein Schwein ihrer Wahl zu retten und auf einen Gnadenhof zu bringen.

    • carmen

      frau bergmann, spitze wenn jemand versucht auch mal tieren anders näher zu kommen,
      frau wilkens, was x15 erfahren ist gilt als bsp, so grausam es ist, es gibt zigmillionen dieser schicksale, wo anfangenmwo aufhören.

      aufklären is ein wichtiger schritt

    • Anonyma

      Mir geht es wie Frau Wilkens. Die Kampagne rüttelt hoffentlich den einen oder anderen wach, aber ich finde es auch zynisch, die Spannung der Bilder zwischen dem beschützten Glücklichen und dem Armen, der chancenlos ins Messer läuft, für die emotionale Aufruhr zu benutzen. Der Geschlachtete ist der doppelt Gelackmeierte, sogar von selbsternannten Gutmenschen. Braucht es wirklich immer grausamere Filme und (Gedanken-)Experimente, damit mehr Menschen bereit sind, sich in die fühlende Kreatur einzufühlen? Diese Beobachtung zeugt von keinem echten Respekt vor der Kreatur, sondern hier schwingt auch sowas mit, wie lieber Gott spielen. Ich find´s auch widerwärtig.

    • Pingback: kaaaahahatza.org » Blog Archive » Das Leben eures Mittagessens()

    • Antonietta

      Weltweit ernähren zirka 21 Milliarden Nutztiere mit insgesamt mehr als 265 Millionen Tonnen Fleisch 7 Milliarden Menschen. Für Deutschland heißt das: 3,5 Millionen Rinder, 56 Millionen Schweine, 500 Millionen Hühner, 7,5 Millionen Puten, 21 Millionen Mastkaninchen – die meisten aus sogenannter Intensiv-Tierhaltung. Das bedeutet, auf engstem Raum, unter unnatürlichsten Bedingungen möglichst viele zusammengepferchte, meist kranke und verhaltensgestörte Tiere, vollgepumpt mit Medikamenten.