Lugenentzündungen in der Mast

Zu den häufigsten Erregern, die bei Schweinen zu einer Lungenerkrankung führen, gehört Actinobacillus pleuropneumonie (APP). Dieser Erreger ist weltweit verbreitet und kommt vor allem in Ländern mit intensiver Schweinehaltung vor.

APP wird über den Luftweg übertragen sowie durch direkten Kontakt. Die Ansteckung von Tier zu Tier erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Begünstigt wird diese Übertragung durch Aufstallungen mit Gitterwänden, Wechselbuchten und Kotgängen oder durch häufiges Verstellen der Tiere während der Mastperiode.

Lunge eines Schweins mit AAP

Lunge eines Schweins mit AAP

Die Infektion mit APP kann in jeder Altersklasse auftreten, wobei aber vorwiegend Schweine zwischen dem 2. und 6. Lebensmonat betroffen sind. Wirtschaftliche Verluste treten damit vor allem in den Mastbetrieben auf. Die Symptome reichen von schmerzhaftem Husten, Maulatmung, Appetitlosigkeit, hohem Fieber bis zur Beeinträchtigung des Allgemeinverhaltens. Wirtschaftliche Einbußen entstehen durch erhöhte Futterkosten infolge schlechter Futterverwertung, verlängerter Mastdauer sowie hohen Therapiekosten.

Gesunde Lunge

Gesunde Lunge

Die Tiere sind stark abgemagert und im Wachstum zurückgeblieben. Das Borstenkleid ist matt und struppig. Beim Eröffnen des Brustkorbes fallen Verwachsungen zwischen Lunge und Brustwand auf (man spricht von Verklebungen). Im Lungengewebe sind meist mehrere verschieden große mit Eiter gefüllte Knoten festzustellen. Die befallenen Lungengebiete erscheinen kompakt und schwer und weisen eine dunkelrote Farbe auf.

Die Bekämpfung gestaltet sich eher schwierig, da APP kaum alleine im Betrieb auftritt, d. h. meistens in Kombination mit einem anderen Erreger, wodurch die Therapie erschwert wird und kostenintensiver ausfällt.

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