22. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: mitmachen, news  

Wie Du als UnterstützerIn unserer Kampagne sicher weißt, ist in den letzten Monaten einiges an Videomaterial entstanden. Ein bisher einmaliges Projekt: Das Leben zweier Schweine, zweier Geschwister, das gemeinsam in der Massentierhaltung begann – sich dann aber sehr unterschiedlich entwickelt hat.

Dieses Material soll nun nicht nur auf unserer Website liegen bleiben. Wir möchten daraus einen kurzen, interessanten, kreativen Clip erstellen lassen. Nun suchen wir Menschen, die die Fähigkeiten, die Erfahrung und die Motivation haben, uns dabei zu helfen.

Prinzipiell haben wir keine fixe Vorstellung, doch sollte es in die Richtung gehen, wie die zwei Beispielvideos am Ende dieses Artikels umgesetzt wurden.

Bitte verbreitet diesen Aufruf über Email, Facebook, Twitter, Skype, Foren oder sonstige Wege um uns zu helfen, Personen zu finden, die uns unterstützen können und wollen.

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    8. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: news  

Das Projekt pig-vision hat sieben Monate lang das Leben von zwei Schweinen beobachtet. Zwei Brüder, deren Leben unterschiedlicher nicht hätte verlaufen können. Wenn Du noch nicht weißt, worum es in diesem Projekt eigentlich genau ging, wird Dir dieser Artikel weiterhelfen können.

In dieser Video-Gegenüberstellung möchten wir Euch nun am Ende des Projekts nochmals rückwirkend einen Überblick über das Leben der beobachteten Schweine geben. Dazu zeigen wir hier mit einem kleinen Teil der entstandenen Videos die wichtigsten Stationen im Leben der beiden.

X15 – Das Schwein in der Mast Jackpot (X11) – Der Gerettete
26. Juni 2009: Die Geburt der beiden Ferkel (und ihrer Geschwister)
27. Juni 2009: Die beiden Ferkel sind wenige Stunden alt
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    4. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: SCHLACHTUNG, news  

Eine unangenehme Kälte und die Dunkelheit eines frühen Wintermorgens erwarten uns, als wir das Haus verlassen. Es ist der 28. Jänner 2010 und wir sind auf dem Weg zu X15 um seinen letzten Gang – zur Schlachtbank – zu dokumentieren. Mit einem mulmigen Gefühl in der Bauchgegend gehen wir zum Auto und fahren los. Dunstiger Nebel liegt über den Straßen. Die Schweinemast, in der X15 auf Vollspaltenboden und ohne Auslauf lebt, ist ein gutes Stück entfernt.

X15 ist einer von zwei Schweinebrüdern, die wir nun seit ihrer Geburt im Juni 2009 beobachten. Mit Fotos und Videos haben wir ihr Leben dokumentiert. Zwei Leben, die unterschiedlicher fast nicht sein könnten. X11, der mittlerweile Jackpot heißt, hatte nur die ersten drei Wochen ein Leben, wie es für Mastschweine üblich ist: Vollspaltenboden, kein Zugang zum Freien, kein Stroh, niemals wühlen oder im Schlamm baden. Nach drei Wochen wurde Jackpot auf einen Gnadenhof gebracht, und lebt dort bis heute ein glückliches Leben; er hat alles, was einem Schwein auf Grund seiner Natur zustehen sollte. Weiterlesen…

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    3. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: SCHLACHTUNG, interviews  

Vergangenen Donnerstag wurde X15, das Schwein, das wir monatelang mit der Kamera begleitet hatten, getötet. Dies geschieht täglich über 20.000-mal in Österreich, über 200.000-mal in Deutschland und weltweit unglaubliche 5 Millionen mal PRO TAG!

Uns hat interessiert, was die einzelne Person dabei fühlt, was sie denkt, warum sie ein fühlendes Lebewesen töten kann.

pig-vision: Wie sehr glauben Sie, dass ein Tier bei der Schlachtung leidet? Und wodurch wird dieses Leid positiv oder negativ beeinflusst?

Das Tier leidet bei der Schlachtung nicht.

pig-vision: Können Sie nachvollziehen, wenn Menschen den Vorgang des Tötens ablehnen?

Nutztiere sind dazu da, um geschlachtet und gegessen zu werden.

pig-vision: Empfinden Sie Erfüllung oder Freude durch das Töten eines Tieres?

Das Schlachten ist eine Arbeit und keine Freude.

pig-vision: Wenn es Ihnen keine Freude bereitet, warum üben Sie dann diese Tätigkeit aus?

Es ist der Wirtschaftszweig unseres Betriebes.

pig-vision: Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein Tier töten?

Ich denke nicht nach, ansonsten bringe ich es nicht übers Herz.

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    2. Feb 2010  •  Thomas Winger  •  Kategorie: SCHLACHTUNG, news  

Thomas & Campo

Thomas & Campo

X15 ist tot. Der Tod war wie sein kurzes Leben: brutal, qualvoll, trostlos. Ein Welle von Gefühlen steigt auf, wenn man sich die Bilder seines letzten Weges ansieht – Wut, Ohnmacht, Schmerz und auch Scham darüber, in einer Gesellschaft zu leben, die dass, was hier dokumentiert wird, als „normal“ akzeptiert, als Alltag in der sogenannten Landwirtschaft.

Es ist nur natürlich, wenn die ohnmächtige Wut des Betrachters nach Schuldigen sucht, nahe liegend ist beispielsweise immer der Wunsch, „to kill the messenger“, in diesem Fall die Entrüstung über uns, wie wir X15’s Schicksal öffentlich ins Netz stellen konnten, ihn nicht wenigstens im letzten Moment zu retten versuchten, anstatt kaltblütig und zynisch die Kamera drauf zuhalten, wie er ermordet wird.
Eine verständliche Reaktion, aber verfehlt; der Bote ist weder Ursache noch Wurzel des Übels: es gibt jedes Jahr alleine in Österreich 5 Millionen X15, es gab sie vor unserem Projekt und es wird sie leider danach geben. Aber wie lässt sich die aufgestaute Emotion denn dann kanalisieren, wo ist der „Schuldige“ den man wenigstens aus vollem Herzen „hassen“ kann? Ist es der einfache Bauer der von seinen Tieren lebt, die Tierärztin, die ihm bescheinigt, sie artgerecht zu halten, oder der Schlächter, der es am Ende nicht einmal schafft den Bolzen so anzusetzen, dass sein Opfer wenigstens lange genug betäubt ist, um den Todesstich nicht mitzuerleben? Oder muss man folgerichtig jede Hausfrau, jeden einzelnen Konsumenten hassen, der  im Supermarkt gedankenlos Schinken und Speck kauft? Das Phänomen der modernen Tierausbeutung ist so monströs, dass es sich einfachen Lösungen entzieht.  Wer etwas verändern möchte, muss in seinem Umfeld beginnen, immer mehr Menschen darauf hinweisen was hier hinter hohen Mauern geschieht, versuchen Bewusstsein zu bilden, Verhalten zu verändern. Weiterlesen…

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    1. Feb 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: SCHLACHTUNG  

Die Bilder in diesem Video sind weder schön, noch angenehm. Es ist eine Schweineschlachtung. 100 Prozent legal – 100 Prozent “normal”. Täglich werden unzählige Schweine weltweit auf diese oder noch grausamere Art und Weise getötet.

Es handelt sich bei diesem Schwein um X15, dem Schwein, das in der Kampagne “pig vision” sieben Monate lang mit der Kamera begleitet und dokumentiert wurde.

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    1. Feb 2010  •  Manfred Haberer  •  Kategorie: SCHLACHTUNG  

Vergangenen Donnerstag war es soweit. X15 ist wie seine Geschwister und andere Artgenossen unterschiedlicher Altersstufen geschlachtet worden. X15 wurde als Einzeltier transportiert. Somit konnte der Stressfaktor während des Transportes sehr stark reduziert werden. Außerdem wurde als Einstreu Stroh verwendet und somit für X15 eine gute Ablenkung geschaffen, da X15 das erste Mal mit Stroh in Berührung kam. Am Schlachtbetrieb angekommen, wurde X15 einer Lebenduntersuchung durch den zuständigen amtlichen Tierarzt unterzogen. Da X15 keine Krankheitssymptome bzw. pathologische Auffälligkeiten aufwies, wurde die Schlachtung von X15 freigegeben.

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    31. Jan 2010  •  Robert Kresse  •  Kategorie: SCHLACHTUNG  

Der letzte Gang von X15 war der Gang zur Schlachtbank. Geübte Hände töten und zerlegen das, was einmal sein Körper war. Und das nur, weil Menschen gerne Fleisch essen. Gewohnheit? Notwendigkeit? Oder doch änderbar? Sag du es uns.

Ankunft im Schlachthaus

Ankunft im Schlachthaus

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    30. Jan 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: LEBEN  

Im Gegensatz zu X15, der sterben musste, weil Menschen ihn essen wollen, darf Jackpot im Tierparadies Schabenreith weiterleben.

Hier ein aktuelles Video vom glücklichen Jackpot.

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    29. Jan 2010  •  Michael Hartl  •  Kategorie: SCHLACHTUNG  

Bevor Schweine transportiert und danach geschlachtet werden können, müssen sie von der Bucht, in der sie gemästet wurden, zum Transporter getrieben werden. So musste auch bei X15 einiges nachgeholfen werden.

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