fressen, fressen, fressen…

… so lautet das Motto von X15 und den anderen Schweinen, die seit einigen Tagen in der Mast sind.

In den vier bis fünf Monaten, die ein durchschnittliches Schwein in Österreich gemästet wird, heißt es von etwas über 30 auf rund 110 Kilogramm zuzulegen.

    Kategorie: MAST  |  Tags: , , ,

    • Gitti Zsak

      X15 & seine Brüder/Schwestern haben ganz schön viel Platz, ist das normal??

    • dw

      Dieser Platz wird später ziemlich eng werden…durch die Gewichtszunahme!

    • Petra.Putzger

      Ich finde ein Projekt ersteinmal lobenswert und mutig, das Schweine in der Massentierhaltung bis in letzter Konsequenz zeigt. Allerdings, wie kann man zwei Individuen aus der Nutztier-Masse Schwein herausnehmen und über deren Leben und Tod entscheiden. In dem Moment, wo ein Lebewesen einen Namen (und wenn es nur X 15 heißt) erhält und mit einem Halsband und einem speziellen Kennungszeichen versehen ist, kann es nicht mehr als anonym bezeichnet werden, genauswo wenig, wie Jackpot. Zuzusehen bzw. zu wissen, wie bzw. dass X 15 getötet wird, kann nicht Euer Ernst sein. Deshalb kann ich dem ganzen Projekt auch nicht in letzter Konseqenz zustimmen. Ich weiß nicht, ob es richtiger gewesen wäre, eine Gruppe von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung zu zeigen und die andere in unnatürlicher Massentierhaltung, ohne diesen Tieren einen Namen zu geben. Das Opfern eines bestimmten Tieres für einen guten Zweck bleibt für mich fraglich.

    • Hallo Petra,

      danke für deine offenen Worte. Zu deinen Bedenken möchte ich gern ein paar Worte verlieren. Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du ein Problem damit, dass wir den beiden Schweinen Namen gegeben haben und das wir über Leben und Tod entscheiden. Warum wie uns für Namen entschieden haben ist relativ einfach. Es holt das Einzelindividuum aus seiner Anonymität heraus und zeigt, dass es nicht nur eine Ware, sondern ein Lebewesen ist. Namen schaffen Nähe und machen aus einem „Niemand“ einen „Jemand“. Jackpot wie auch X15 sind als Stellvertreter für alle anderen Schweine anzusehen. Die KonsumentInnen allein entscheiden darüber welchen Weg die zukünftig geborenen Schweine gehen werden. Den Weg von Jackpot oder den von X15. Es liegt in ihrer Hand. Alles was wir tun ist belichten und dokumentieren.

      Über Leben und Tod entscheiden wir keineswegs. Wie oben schon erwähnt sind die beiden Schweine als Stellvertreter anzusehen. Es ist richtig, dass Jackpot der Weg durch die Massentierhaltung und auch deren Ende – die Schlachtung – erspart bleibt. X15 hingegen wird den ganzen Weg durch die Massentierhaltung und auch dessen Ende erfahren. Es ist schade, dass du es als Opfern empfindest. X15 wäre mit oder ohne unsere Begleitung mit Film- und Fotokamera diesen Weg gegangen. Nach dieser Logik wäre es auch ein Opfern und über Leben und Tod entscheiden, wenn man eine Patenschaft für den leprakranken Amit in Indien übernehmen würde und seinen anderen Leidensgenossen wie Bhaskar, Jasveer etc. aber nicht hilft.

      Wie du selber sagst, weißt du es nicht was richtiger gewesen wäre. Wir wissen aus Erfahrung, dass man es allen nicht recht machen kann. Aber trotz dieses Wissens haben wir uns entschieden dieses Projekt ins Leben zu rufen und aufzuzeigen, wie es Schweinen in der Massentierhaltung ergeht, was du ja auch selbst als mutig und lobenswert befunden hast.

      Wir hoffen, dass wir auch auf deiner Seite auf Verständnis stoßen und würden uns freuen, wenn du dieses Projekt weiter empfiehlst. Auch wenn du uns nicht zu 100% zustimmst.

      Liebe Grüße,
      Robert

      Kampagnenteam pig-vision