Was Katzen über Schweine denken

Antonella

Antonella

Hallo, ich bin Antonella. Für die, die es nicht wissen: Doris und Harald glauben, sie wären die Chefs im Stall. Die Schweine glauben es (die echten Schweine, nicht Doris und Harald!) und sogar Bruno der Esel glaubt, er wäre es. Stimmt alles nicht: die Chefin hier bin ich! Jetzt hat man hat mich gefragt, ob ich etwas über den Jackpot erzähle und weil ich gerade keinen Termin habe, mach’ ich das gerne.

Also die Vorgeschichte kennen eh schon alle und ich muss sagen, der Kleine entwickelt sich recht ordentlich: größer, schwerer und noch neugieriger, als er ohnehin schon war. Wenn er draußen ist (ja, richtig erkannt: ich weiß auch, was draußen vor sich geht), sieht man ihn kaum noch, weil bei der ganzen Graberei immer nur sein Hintern herausschaut. Nicht sehr appetitlich, sage ich als Katze, aber nun ja, Schweine sind halt so. Herinnen im Stall ist er eigentlich nur, wenn’s regnet und natürlich zum Schlafen. Das schaut schon witzig aus, wenn er in seinem Hundekorb mit Schottenmusterdecke liegt, ganz unschweinisch eigentlich – ich hoffe, er fängt nicht eines Tages zu Bellen an. Aber bis jetzt grunzt er jedenfalls recht ordentlich, vor allem, wenn er sich mit den anderen Schweinen unterhält.

Ausruhen

Jetzt aber ein bissl schneller mit der Scheibtruchn (=Schubkarre)!

Ganz frei im Stall herumrennen darf der Jackpot noch nicht. Der Harald sagt immer, die Großen mögen ihn eh, aber wenn ihm da einer unabsichtlich mit seinen 300 Kilo auf die Pfoten, pardon, Hufe steigt, na hallo! Und die Hauer von so einem Eber sind ja auch nicht ohne: Einmal nicht schauen und umdrehen – Jackpot im Weg – Jackpot bei der Tierärztin – und Harald und Doris mit je einem Nervenzusammenbruch. Deshalb darf er einstweilen die Großen nur unter Aufsicht besuchen. Na, da hat er Augen gemacht: Ganz genau anschauen, beschnüffeln, draufsteigen, ablecken, in Schweinsohren hineinschauen oder sanft hineinbeißen. Und die großen Bröckerl lassen ihn dann trotz seines Ungestüms ganz entspannt rumtollen. Meine Erziehung, sag ich ja!

Umarmung

Was ist in so einem Schweinsohr eigentlich drinnen?

Wie ich letzte Woche auf Inspektion war, haben ihm das Fuchsi und der Wolf seine Box ausgemistet – das hätten Sie sehen sollen! Ganz aufgeregt ist er hinter dem Wolf mit der Scheibtruhe hergerannt und dann hat er dem Fuchsi immer wieder gezeigt, wo noch zu putzen ist. Wenn sie nicht gleich geschaut hat, hat er sie angestupst und dann hat sie aber gespurt. Der schaut halt, dass er sein Personal gleich richtig erzieht, das hat er von mir gelernt. Dann hat sie ihm noch frisches Stroh ausgebreitet und seinen Korb gemacht und Ruck-Zuck war er in seiner Box, noch schnell ein Betthupferl gemampft – und schon ist er schon drinnen gelegen und hat geschnarcht und gegrunzt wie ein Großer.

So, Sie entschuldigen, ich muss jetzt meine Runde machen …

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