Auch Ferkel Jackpot wird kastriert – MIT Betäubung

Da für das Leben auf einem Gnadenhof (Tierheim) die Kastration vorgeschrieben ist, bleibt auch unserem Ferkel Jackpot dieser Eingriff leider nicht erspart. Allerdings wird er mit Betäubung kastriert. Üblich ist das leider nicht, denn in Europa werden die meisten Schweine ohne Betäubung kastriert. Unter vollem Schmerzempfinden werden täglich 250.000 Ferkel in der EU aufgeschnitten und die Hoden abgetrennt. Dies wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss der EU-Kommission schon im Jahr 2004 kritisiert, da es laut ihrem Bericht starke Schmerzen für die Tiere bedeutet.

So könnte Betäubung in der EU also auch aussehen:

Zur Erinnerung nochmal das Video, dass den Alltag in der Ferkelzucht darstellt:

    Kategorie: Kastration  |  Tags: , ,

    • PolitikBeobachter

      nix für schwache nerven; wie lange dauern beide kastrationen, der aufwand bei der kastration mit betäubung ist ja enorm?? mit welchen kosten muss pro schwein gerechnet werden?? gibts in europa überhaupt schweinefarmen die mit dieser betäubungsmethode arbeiten??
      habe irgendwo im internet gelesen, dass McDonalds ab 2011 keine kastrierten schweine verarbeitet, stimmt das??

    • sanja

      Wieso zuckt das Schwein obwohl es betäubt ist?

    • Hallo PolitikBeobachter,

      danke für Dein erneutes Posting.

      der Aufwand bei der Betäubung mit Kastration, so wie wir es bei Jackpot sehen konnten, ist natürlich sehr hoch. So aufwändig macht das sicher kein Betrieb. Wobei es in Europa durchaus Länder gibt, in denen die Schweinefarmen zur Betäubung greifen: in der Schweiz oder den Niederlanden zum Beispiel. In Norwegen ist die Kastration komplett verboten – in England und Irland wäre sie zwar erlaubt, wird aber nicht gemacht.

      Die Kastration von X15 hat geschätzte 30 bis 40 Sekunden gedauert. Die von Jackpot dagegen 15 Minuten.

      Es gibt allerdings auch Methoden, die dazwischen liegen, vom Aufwand und der Zeit. Welche Kosten das jeweils ausmacht, kann ich Dir leider nicht sagen – aber mit Sicherheit erzeugt eine Betäubung mehr Kosten als keine Betäubung.

      Das mit McDonalds stimmt. Und trifft auch für BurgerKing zu. Einen Bericht dazu findest Du hier

    • Hallo Sanja, gewisse Reaktionen sind auch unter Betäubung ganz normal – wenn Du es aber mit der Kastration ohne Betäubung vergleichst, wirst Du einen „kleinen“ Unterschied feststellen können.

    • piggi

      Hallo Leute,

      schaut Euch doch mal das Video zur C02-Betäubung in Holland an: http://www.trouw.nl/video/?clip=1870387 (nicht vom Intro täuschen lassen, die realitätsnahen Töne kommen danach)
      Außerdem folgende Seite zum Schmerzmitteleinsatz in Deutschland http://www.ferkelkastration.de/ und http://www.zds-bonn.de/ferkelkastration_es_gibt_noch_keine_taugliche_alte.html

      Außerdem könnte man
      Prof. Dr. Yves PS Moens

      nach seiner Meinung der aktuellen „Kastrationsmethoden“ befragen.

      Auch interessant: http://www.zds-bonn.de/vermeidung_von_ebergeruch_durch_zuechterische_mass.html?highlight=tholen&
      Warum erst jetzt?

      Gruß

      Ina (piggi)

    • Und hier, der Vollständigkeit halber, nun auch die Sicht der Wissenschaft auf die Kastration ohne Betäubung (2. Video)
      http://www.pig-vision.com/2009/10/30/die-heute-ubliche-schweinehaltung-ist-nicht-artgerecht/

    • Kirk

      Seit 1.1.2010 ist in der Schweiz die Kastration ohne Schmerzauschaltung verboten. Dies zu Tierwohl. Die ist natürlich immer noch ein operativer Eingriff! Dieser wird aber mit der gleichen Vorgehensweise wie bei einer Operation am Menschen durchgeführt.
      – Schmerzspritze
      – Nakrose (Narkosegas Isofluran)
      – Eingriff
      – rasches Aufwachen

      Ich hoffe auch in der restlichen EU wird bald nach diesem Verfahren gearbeitet

      Gruss Kirk