X11 – Dieser Hof gehört mir!

Jessas, so viele verschiedene Tiere gibt's da

Jessas, so viele verschiedene Tiere gibt's da

X-11 klingt irgendwie wie ein Raketen-Prototyp, was ja ganz gut für ihn passen würde, aber dazu später. Da wir des öfteren in Schabenreith zu Besuch sind, haben wir glücklicherweise auch die erste Hoferkundung von X-11 mitbekommen. Und das kam so:

Doris, Harald und Michael hatten X-11 am Montag abgeholt, am Mittwoch musste aber ganz dringend das Heu eingebracht werden, weshalb uns Doris fragte, ob wir spontan als Schweinchensitter_innen einspringen würden. Einmal ehrlich – wer könnte da widerstehen?

Als wir ankamen, lag X-11 in seiner Box und grunzte schon zufrieden hinüber in die anderen Boxen zu seinen älteren Verwandten, aber jetzt sollte er mit unserer Unterstützung sein neues Zuhause kennen lernen. Also schnappte ihn Doris unter kurzem Protest (des Schweinchens) und setzte ihn auf die Wiese hinter dem Haus. Da stand er nun: klein, rosa und blinzelnd – und die ganze Welt schien ihm offenzustehen. Das erste Mal so richtig draußen! Kein dunkler Stall mit hunderten zusammengedrängten Schweinen, kein Spaltboden, kein Beton. Sondern Natur pur!

Wieso hast'n du so viel Haare, du Schwein

Wieso hast'n du so viel Haare, du Schwein

Natürlich ging’s sofort auf Erkundungstour: Gras, ahhhh, wie das gut riecht – und man kann es sogar fressen! Und quietschend und grunzend über die Wiese laufen, graben und herumstöbern, bis seine Schnauze endlich so aussah, wie sie bei einem amtlichen Schwein auszusehen hat: dreckig! Was es da nun alles zu sehen gab, so viel Erde, Gras, Blumen, Sträucher und Bäume. So viele Tiere: haarige bellende vierbeinige, noch haarigere maunzende vierbeinige, zweibeinige ohne Fell, bunte Vögel mit riesig langen Federn, watschelnde ganz in Weiß oder mit roten Masken, riesige rosa-dreckige Artgenossen, noch größere wiehernde Vierbeiner und dabei ein kleinerer, der zwar nicht wieherte, der aber X-11 sofort ins Herz geschlossen hatte – Esel Bruno.

Gut beschützt schläft sich's einfach besser

Gut beschützt schläft sich's einfach besser

Vom ersten Ausflug erschöpft wankte X-11 jetzt auf seine Schlafdecke, wo Fuchsi schon auf ihn wartete. Schnell noch Wasser trinken und dann umfallen und die Schnauze auf ihre Hand legen … und fünf Sekunden später war er auch schon eingeschlafen: grunzend, schmatzend und im Schlaf laufend.

Nach dem Schönheitsschlaf ein kurzes Orientieren „Wo bin ich? Achja, passt!“, und in zwei Sekunden war X-11 wieder auf 180. Jetzt war Fangenspielen an der Reihe – wann hat man denn als Ferkel schon die Gelegenheit, einen Fuchs und einen Wolf (siehe Namen der Autor_innen) zu jagen? Hier war zum ersten Mal die Überlegung, ihn zumindest bis zur offiziellen Namensverleihung Halli-Galli zu nennen, was laut einem Österreichisch-Deutsch-Lexikon “ausgelassenes Feiern“ bedeutet – würde perfekt passen!

Jetzt fang ich das Fuchsi aber ...

Jetzt fang ich das Fuchsi aber ...

Kondition bewies er jetzt schon mehr als seine zweibeinigen Aufpasser_innen, nur mit der Variante „Nachrennen mit Verstecken spielen“ konnten wir wenigstens zwischendurch ein bisschen Luft holen … bis uns ein japsender, aufgeregt quietschender Halli-Galli gefunden hatte und das Ganze von vorne losging. Zwischendurch besuchte Halli-Galli immer wieder seine neuen Freunde Tinnitus und Stasi als Vertreter der Abteilung „Vereinigte Hunde von Schabenreith“ und Cremissimo, Python und Sackl als Vertreter der Katzenfraktion: Und immer wieder Schweine-Schauen, Pferde-Schauen, Ziegen-Schauen, Pfau-Schauen, Enten-Schauen und Streicheleinheiten von den Zweibeinern holen.

Eines Tages wird das alles mir gehören

Eines Tages wird das alles mir gehören

Nur Ludwig den Kater hatte er durch sein ungestümes Wesen ein bisschen verschreckt, als er ihm nachgerannt war und dieser die Flucht über den Zaun angetreten hatte – zu Ludwigs Verteidigung sei aber gesagt: es war sicher nur der Überraschungseffekt. Normalerweise rauchen stattliche Kater so ein Ferkel schon morgens in der Pfeife.

Tja, und dann war’s auch schon wieder Zeit zum Schlafengehen, aber denkste! Halli-Galli war noch bei bester Laune und hatte entschiedene Einwände, jetzt schon wieder ins Bett zu müssen. So konnte ihn Fuchsi nur unter lautstarkem Protest in seine Luxus-Box bringen, aber kleine Ferkel brauchen nach ordentlich Action auch ordentlich Schlaf. Also noch kurz rumgestöbert, ab auf die Decke … und nach den bekannten fünf Sekunden: Schnarch … Grunz … Schmatz …

    Kategorie: LEBEN  |  Tags: , , ,

    • Hallo rosateam,
      viel Glück, Gesundheit und ein langes Leben für X11.
      Herzliche Grüsse aus dem Allgäu
      Magnus