Das Schwängern aus Sicht des Tierschutzes

Wenn sie nicht in den mechanisierten Produktionsabläufen der Massenproduktion gefangen sind, leben Schweine in engen Gruppen. Dort hat eindeutig die Bache, das Muttertier, das sagen. Die Schweine-Männer (Keiler) leben ab ihrer Geschlechtsreife meist als Einzelgänger.

Hat ein Keiler (und damit meine ich keinen Versicherungsvertreter) sich gegen seine Kontrahenten durchgesetzt, hat er Zugang zu den paarungsbereiten Schweinemädels, wobei die Damen – ziemlich emanzipiert, die Schweinedamen – den Zeitpunkt der Begattung (Beschlag) bestimmen. Dieser Zeitpunkt befindet sich im Zeitraum der Empfänglichkeit zwischen den einzelnen Zyklen. Bis zum Zeitpunkt, wo ein Weibchen die Paarung zulässt (vielleicht muss der Keiler auch was gleichschauen?) muss ein Schweineherr einem Schweinemädl folgen, um im entscheidenden Moment (Romantik gefragt) anwesend zu sein. In der Regel begattet ein Keiler, wenn es soweit ist, ALLE paarungsbereiten Weibchen der Rotte (whow, reden wir von einem Schwein oder von einem Gigolo?). Der Keiler prüft die Paarungsbereitschaft, in dem er seinen Kopf unter den Bauch eines Weibchens schiebt und ihr durch leichte Hiebe (SadoMaso) die Flanken massiert. Ein bissl Macho gefällt halt auch einer Sau.

Entzieht sich das Weibchen dem Keiler, so folgt er ihr und wiederholt das Ritual. Gibt die Schweinedame am Ende nach, so kommt das, was fast alle Lebewesen dieser Erde auf ihre Art tun. Die Kopulation dauert für gewöhnlich einige Minuten (wie Männer halt so sind), bei der beachtliche Mengen an Sperma abgegeben werden.

Nach gut drei Monaten werden die Kinder geboren.

    Kategorie: GEBURT  |  Tags: , , , ,